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Autoclub kritisiert Kartenmaterial für Navigationsgeräte

6. August 2012 | 8:15 Uhr

Wien (dapd). Der österreichische Autoclub ÖAMTC hat bei einem Test Mängel beim Kartenmaterial für Navigationsgeräte festgestellt. Die Vollständigkeit und Genauigkeit von Straßen und Hausnummern habe sich in den vergangenen Jahren kaum verbessert, sagte der ÖAMTC-Experte Steffan Kerbl in Wien. "Insbesondere im mitteleuropäischen Raum müssen alle Adressen zu finden sein und an der richtigen geografischen Position angezeigt werden." Nur so sei eine optimale Routenführung möglich. Die Hersteller wurden aufgefordert, die Kartenpflege mit geringerer Fehlertoleranz durchzuführen.

Vom ÖAMTC überprüft wurden Karten der Hersteller TeleAtlas und Navteq. Dabei flossen sowohl das Online-Angebot als auch der Praxistest auf verschiedenen Navigationsgeräten in das Ergebnis ein. Als Referenz diente das Webangebot von Google Maps.

"Unser Test zeigt, dass die Karten von Google wesentlich genauer sind als das Material der Navi-Spezialisten von TeleAtlas und Navteq", sagte Kerbl. Bei TeleAtlas seien nur 25 Prozent der Testadressen punktgenau gefunden worden, bei Navteq immerhin 55 Prozent. In Google Maps seien hingegen rund 85 Prozent der Anschriften punktgenau verzeichnet.

Besonders ärgerlich sei, dass die Karten in der Regel mit einem Datum versehen seien, aus dem man die Aktualität erkennen sollte. "Das Datum gibt aber lediglich den Tag des Updates an und sagt nichts darüber aus, auf welchem Stand die Straßeninfrastruktur auf der Karte ist", kritisiert Kerbl. Künftig sollte sich das angegebene Datum auf die zu diesem Zeitpunkt tatsächlich vorhandenen Straßen beziehen.

dapd.djn/T2012080301748/nom/K2120/mwa

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