Wirtschaftsprüfer bemängeln Bilanzregeln im Libor-Skandal
27. Juli 2012 | 19:05 UhrFrankfurt/Main (dapd). Die geltenden Gesetze und Vorschriften taugen nach Ansicht von Wirtschaftsprüfern kaum, um den Libor-Skandal zu bewältigen. So lasse sich die Frage, ob im Zusammenhang mit dem Skandal um die Manipulation des Interbanken-Zinssatzes Libor Rückstellungen gebildet werden müssten, "aufgrund der für Außenstehende unklaren Sachlage nicht eindeutig beantworten", sagte der Vorstandssprecher des Instituts der Wirtschaftsprüfer (IDW), Klaus-Peter Naumann, der "Frankfurter Rundschau" (Samstagausgabe).
Offen sei vor allem, ob und gegenüber wem mögliche Betroffene Ansprüche geltend machen könnten, sagte Naumann weiter. So sei unklar ob die Banken selbst oder der Verband British Bankers Association, der den Satz täglich veröffentlicht, haften müsste. Zudem gibt es bislang keine verlässliche Schätzung über die Höhe des Schadens. In diesem Fall verbieten aber die internationalen Rechnungslegungsvorschriften die Bildung von Rückstellungen.
dapd.djn/T2012072751322/rad/pon
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