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Ackermann flattern neue Job-Angebote auf den Tisch

14. März 2012 | 18:45 Uhr

Foto: dapd

Frankfurt/Main (dapd). Josef Ackermann bleibt ein gefragter Mann in den europäischen Führungsetagen. Gut zwei Monate vor seinem Abschied von der Deutschen-Bank-Spitze gingen ihm interessante Job-Angebote zu. Die schwedische Unternehmer-Familie Wallenberg ließ am Mittwoch in Stockholm mitteilen, dass sie Ackermann einen Nebenjob als Berater angeboten hat. Ackermann würde diese Tätigkeit neben dem angestrebten Chefposten beim Schweizer Pensionsverwalter Zürich Financial ausüben.

Sowohl die Anteilseigner von Zürich Financial, als auch die von den Wallenbergs kontrollierte Investor AB müssen Ackermann noch formell bestätigen. Investor-Vorsitzender Jacob Wallenberg will Ackermann zunächst Mitte April in den Verwaltungsrat Firma wählen lassen. Dafür werde Ackermann ein Mindestgehalt von rund 50.000 Euro jährlich bekommen. Sein tatsächliches Gehalt dürfte durch Zusatzaufgaben noch gesteigert werden. Ackermann solle zudem die Beteiligungsfirma EQT bei Investitionen beraten, hieß es. Investor AB hat Beteiligungen bei mehr als einem Dutzend Firmen wie Ericsson, der SEB Bank und dem Elektrokonzern ABB.

"Wir haben eine lange bestehende und starke Verbindung mit Herrn Ackermann", sagte Wallenberg. Er glaube, dass das Unternehmen von Ackermanns starkem internationalen Netzwerk und seinem guten Namen profitieren werde. Ackermann ist tatsächlich gut vernetzt: Unter anderem ist er einer der stellvertretenden Aufsichtsratschefs bei Siemens, außerdem sitzt er beim niederländischen Ölkonzern Royal Dutch Shell im Vorstand und hat mehrere Posten in der Schweiz.

Die Eigner des Schweizer Pensionsverwalters Zürich Financial wollen Ackermann als Chef des neuen Verwaltungsrats nominieren. Er solle bereits am 29. März gewählt werden. Ackermann würde die Nachfolge von Manfred Gentz antreten, der in den Ruhestand geht. Bis Ackermann bei der Deutschen Bank Ende Mai von Bord geht, will Zürich Financial auf ihn warten. Ackermann selbst hat sich bisher zu seiner beruflichen Zukunft bedeckt gehalten. Auf der Jahrespressekonferenz hatte er zuletzt gescherzt, eventuell sein Golf-Spiel verbessern zu wollen.

dapd

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