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Adiós Barcelona, willkommen Hannover! — Von Stephan Radomsky und Daniel Bouhs –

1. März 2012 | 17:55 Uhr

Barcelona/Hannover (dapd). Aus dem intimen Branchen-Plausch wird die Konfrontation mit dem Endkunden: Die IT-Szene hat das Wochenende Zeit, um vom kompakten Mobile World Kongress in Barcelona zur üppigen CeBIT nach Hannover zu ziehen - und mit ihr die dominierenden Themen, darunter vor allem leistungsstarke Handys und handliche Tablet-PCs. Damit glich die Mobilfunkmesse mit ihren 60.000 Fachbesuchern einer CeBIT-Vorschau.

Drei Trends beherrschen derzeit die Entwicklung in der Technik-Welt: exzessive Mobilität, das Auslagern von Daten ins Internet und das Verschmelzen des privaten Technikfuhrparks mit der Unternehmens-IT. Die Schwerpunkte, die bis Donnerstag den tonangebenden Treff der Mobilfunkbranche in der katalanischen Metropole dominierten, ziehen nun weiter auf eine der größten Publikumsmessen für Informationstechnologie - in die niedersächsische Landeshauptstadt.

Zwtl.: Wundergeräte für die Massen in Hannover

Das Massenpublikum darf sich dabei erneut auf rekordverdächtige Neuentwicklungen einstellen. So zeigt der chinesische Hersteller Huawei mit dem Huawei Ascend D Quad das nach unwidersprochenen eigenen Angaben schnellste Handy der Welt. Befeuert wird das Smartphone von einem Vier-Kern-Prozessor, wie er sonst in Tablets zum Einsatz kommt. Der finnische Hersteller Nokia überraschte wiederum mit dem Lumia 610, das eine 41-Megapixel-Kamera ziert.

Neben diesen Pixel- und Gigahertz-Orgien werden CeBIT-Besucher auch erstmals das neue Windows 8 an einem Messestand in Augenschein nehmen können. Microsoft hat zwar bei der Präsentation des jüngsten Entwicklungsstands am Mittwoch in Barcelona auch eine öffentliche Testversion frei ins Netz gestellt. In der nächsten Woche können Interessierte das System aber erstmals ausprobieren, ohne es sich gleich auf den eigenen Rechner laden zu müssen. Der direkte Zugang zum Kunden ist Microsoft offenbar so wichtig wie das Fachpublikum.

Zwtl.: Telekom beschränkt sich auf die CeBIT

Noch gravierender sieht das bei der Deutschen Telekom aus. Als einer der größten europäischen Telefon-Konzerne sparten sich die Bonner in diesem Jahr ihren Stand in Barcelona gleich ganz. Einzig mit einer Rede von Vorstandschef René Obermann präsentierte sich der Konzern in Spanien. Seine Leute indes waren für die Messebesucher nur in extra angemieteten Hinterzimmern ansprechbar, abseits des Trubels.

Damit sparte sich die Telekom ihre Kräfte für Hannover auf, wo sie ein großes Programm fahren will. Ein vernetztes Haus gehört ebenso dazu wie der aktuelle Stand beim Ausbau des Turbo-Datenfunks LTE. Nicht zuletzt will die Telekom mit ihrer De-Mail dem E-Postbrief in Sachen sicherer digitaler Kommunikation Konkurrenz machen. Das immerhin wäre in Barcelona auch völlig Fehl am Platz gewesen.

dapd.djn/T2012022750102/rad/dbo/mwa

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