Telekom sieht in LTE den ersten weltweiten Mobilfunkstandard
29. Februar 2012 | 16:45 Uhr
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Barcelona (dapd). Nach Ansicht des Technikchefs der Deutschen Telekom lässt sich die Mobilfunkbranche mit LTE erstmals auf allen Kontinenten auf eine einheitliche Technologie ein. "LTE ist der erste weltweite Mobilfunkstandard, den es weder im traditionellen GSM-Netz, noch bei UMTS in dieser globalen Form gab", sagte Bruno Jacobfeuerborn am Mittwoch am Rande des Mobile World Congresses in Barcelona der Nachrichtenagentur dapd. GSM und UMTS würden trotzdem gebraucht.
"LTE ist nicht mehr aufzuhalten - und das weltweit", sagte der Telekom-Manager. Nur bei den für die vierte Generation der Mobilfunktechnik nötigen Frequenzen müsse seine Branche in den nächsten Jahren noch Unterschiede hinnehmen. Zwar setzten sich in Europa die Frequenzbereiche von 1.800 und 2.600 Megahertz durch. In einigen anderen Ländern stünden diese Bereiche allerdings nicht für Handys zur Verfügung. Dort nutzten etwa Militärs diese Kapazitäten. LTE müsse in diesen Ländern eben auf andere Frequenzen ausweichen, erklärte Jacobfeuerborn. "Die Technik kommt damit klar", sagte er.
Zugleich kündigte Jacobfeuerborn eine lange Übergangsphase an. "Der Rückbau der bestehenden Mobilfunknetze wird seine Zeit brauchen", sagte der Technikchef in Barcelona. Bis LTE alle Winkel erreiche, dürften "noch einige Jahre" vergehen. Außerdem seien ja auch heute noch viele Geräte für die traditionellen Netze am Markt. "Es wird dauern, bis alle mit LTE-Handys ausgetauscht sein werden."
Unterdessen seien auch LTE-Handys erst mal auf die älteren Netze angewiesen. Die nötigen Module für die klassische Telefonie über LTE würden voraussichtlich erst im Jahr 2013 installiert. "Bis dahin fallen die Geräte in das nächstverfügbare UMTS- oder GSM-Netz zurück, sobald ein Gespräch aufgebaut wird", sagte Jacobfeuerborn.
dapd
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