Daimler-Chef Zetsche fordert Bekenntnis zum Euro
17. September 2011 | 3:30 UhrBerlin (dapd). Daimler-Chef Dieter Zetsche geht in der Eurokrise mit der Politik hart ins Gericht. "Wichtig ist für mich zunächst, dass sich die Politik zu dem Ziel eines Vereinten Europas mit dem Euro unzweifelhaft bekennt", sagte Zetsche der "Berliner Zeitung" (Samstagausgabe). Nach einem solchen Bekenntnis dürfe nicht beliebig viel Zeit verstreichen, um die technischen Schritte zur Lösung der Krise einzuleiten. Nach Ansicht des Managers ist eine "riesige Vertrauenskrise" entstanden, weil die Finanzmärkte sich nicht darüber im Klaren seien, "ob es künftig nach rechts oder nach links oder sonst wohin geht".
Jetzt bestehe die Gefahr sich selbst erfüllender Prophezeiungen. "Die Börsen müssen nur lang genug aus Unsicherheit über die Gefahr einer Rezession spekulieren, irgendwann wird der Niedergang der Börsen dann von selbst dafür sorgen", sagte Zetsche. Nach Einschätzung des Managers ist die deutsche Realwirtschaft derzeit noch sehr gesund.
dapd.djn/arh
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