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Aktiengesellschaften zahlen ein Drittel mehr Dividende

10. Mai 2011 | 12:00 Uhr

Frankfurt/Main (dapd). Die deutschen Aktiengesellschaften schütten in diesem Jahr mehr als 31 Milliarden Euro an ihre Aktionäre aus - ein Drittel mehr als im vergangenen Jahr. Wie die Deutsche Schutzvereinigung (DSW) für Wertpapierbesitz am Dienstag mitteilte, zahlen die DAX-Konzerne allein 26,5 Milliarden. Die Unternehmensgewinne sprudelten wieder, und nach zwei Jahren Magerkost hätten die Unternehmen zudem auch ihre Ausschüttungsquote erhöht, erklärte DSW-Hauptgeschäftsführer Ulrich Hocker in Frankfurt am Main.

Die größten Dividendenzahler im DAX sind Telekom und E.ON mit 3,0 Milliarden Euro, Siemens mit 2,5 Milliarden sowie Allianz und BASF mit 2,0 Milliarden Euro. Nominell die höchste Dividende zahlt die Münchener Rückversicherung mit 6,25 Euro.

Als einziges DAX-Unternehmen schüttet die vom Bund durch Teilverstaatlichung gerettete Commerzbank keine Dividende aus. Daimler und Lufthansa nahmen die Dividendenzahlung 2011 wieder auf, Infineon zahlte zum ersten Mal überhaupt in seiner elfjährigen Börsengeschichte.

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Die im MDAX gelisteten Unternehmen steigerten ihre Ausschüttungsquote um zwei Drittel auf insgesamt 3,1 Milliarden Euro. Die größte Summe zahlte die Hannover Rück mit 277 Millionen Euro vor EADS, Wacker Chemie, Axel Springer und Hochtief. Die im SDAX notierten kleineren Aktiengesellschaften senkten dagegen ihre Ausschüttungen insgesamt um zwei Prozent. Größte Dividendenzahler waren hier MVV Energie, Comdirect-Bank und Sixt.

Der Blick auf die Aktienkurse allein reiche nicht, sagte Hocker, denn "historisch betrachtet wird ein Drittel des Gesamtertrags mit dieser jährlichen Abschlagszahlung erzielt". Die DSW fordere, dass generell die Hälfte des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werde. In stürmischen Wachstumsperioden besonders im High-Tech-Bereich könnten aber auch 20 Prozent reichen, sagte Hocker. Unter dem Strich sei die Aktie ein wirksamer Inflationsschutz.

Die DSW berief sich bei ihren Angaben auf eine Studie des Deutschen Instituts für Portfolio-Strategien an der FOM-Hochschule für Ökonomie und Management in Essen.

dapd.djn/ro/pon

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