FDP will bei Abhebegebühren mehr Druck auf Banken
31. August 2010 | 2:55 UhrLeipzig (ddp.djn). Im Streit um die Abhebegebühren an Fremdautomaten fordert die FDP mehr Druck vom Bundeskartellamt auf die Banken. Der verbraucherschutzpolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Erik Schweickert, sagte der „Leipziger Volkszeitung“ (Dienstagausgabe), er erwarte, dass das Kartellamt nach seiner Kritik am Branchenkompromiss auf weitere Schritte drängen werde. Aus seiner Sicht seien deutliche Nachbesserungen zwingend erforderlich, da der "jetzige Kompromiss der Banken sehr wahrscheinlich nicht dazu führt, die Abhebegebühren an Fremdautomaten flächendeckend deutlich zu senken.“
Banken und Sparkassen hatten sich in der vergangenen Woche darauf geeinigt, dass Kunden ab 2011 am Automaten angezeigt bekommen, wie viel das Geldabheben kostet. Eine Obergrenze für diese Gebühr wurde nicht festgelegt. Die Privatbanken kündigten aber an, maximal 1,95 Euro zu verlangen.
„Der Kompromiss zu den Abhebegebühren reicht nicht aus“, kritisierte Schweickert. In ländlichen Regionen gebe es keinen Wettbewerb zwischen verschiedenen Automatenanbietern. Stattdessen seien Sparkassen und Volksbanken großflächig vertreten. „Daher läuft die Ankündigung der Privatbanken, ihre Gebühr auf 1,95 Euro zu begrenzen, in vielen ländlichen Regionen ins Leere“, erläuterte Schweickert. „Sollte eine verbraucherfreundliche Regelung nicht in Eigenverantwortung gefunden werden, wird letztlich der Bundesfinanzminister die bestehenden Missstände beseitigen müssen.“
ddp.djn/wsd
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