Jahresteuerung geht im Januar leicht zurück
27. Januar 2010 | 19:15 UhrWiesbaden (ddp). Der Verbraucherpreisauftrieb in Deutschland hat sich im Januar entgegen den Erwartungen wieder etwas verlangsamt. Wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch in Wiesbaden auf der Basis von Daten aus sechs Bundesländern mitteilte, sank die Jahresteuerungsrate von 0,9 Prozent im Dezember auf 0,8 Prozent. Volkswirte hatten einen Anstieg der Inflationsrate auf 1,1 Prozent prognostiziert.
Gegenüber dem Vormonat ging der Index um 0,6 Prozent zurück. Hier hatten die Experten mit einem Rückgang um 0,3 Prozent gerechnet. Der Rückgang sei in erster Linie auf saisonbedingte Preissenkungen bei Pauschalreisen und Ferienwohnungen zurückzuführen, erklärten die Statistiker.
Heizöl und Kraftstoffe verteuerten sich binnen Monatsfrist erneut. Je nach Bundesland waren im Januar die Heizölpreise um 4,9 bis 9,1 Prozent und die Kraftstoffpreise um 2,8 bis 5,0 Prozent höher. Auf Jahressicht stiegen die Heizölpreise um bis zu 8,7 Prozent und die Kraftstoffpreise um bis zu 15,7 Prozent. Die Preise für Nahrungsmittel zogen im Monatsvergleich um 0,5 bis 1,9 Prozent an, gegenüber dem Vorjahresmonat gab es jedoch tendenziell einen Rückgang.
Der für europäische Vergleichszwecke ermittelte Harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) stieg im Januar mit einer Jahresrate von 0,7 Prozent, im Vergleich zum Vormonat sank der Index um 0,7 Prozent. Daten zur Entwicklung im Euroraum, dessen größtes Mitglied Deutschland ist, wird die Statistikbehörde Eurostat am Freitag veröffentlichen.
Im Jahresdurchschnitt 2009 war in Deutschland wegen der Preisrückgänge bei Mineralölprodukten und Nahrungsmitteln die niedrigste Teuerung im wieder vereinigten Deutschland verzeichnet worden. Zum Jahresende stieg die Inflationsrate aber wieder. Im Jahresdurchschnitt erhöhten sich die Verbraucherpreise um lediglich 0,4 Prozent.
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