Ramsauer hält nichts von Kaufprämie für Elektroautos
22. Januar 2010 | 16:02 UhrHamburg (ddp.djn). Die Bundesregierung will der Einführung von Elektroautos mit einem Gipfeltreffen am 3. Mai im Kanzleramt neuen Schub geben. Kaufanreize für E-Autos sieht Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) jedoch skeptisch. „Eigentlich müsste die Begeisterung für die Technik und die Wirtschaftlichkeit so groß sein, dass so ein Auto auch ohne zusätzliche finanzielle Anreize vom Staat gekauft wird“, sagte Ramsauer der „Financial Times Deutschland“ (Donnerstagausgabe). Forderungen aus der Autoindustrie und den Umweltverbänden, der Staat solle den Preisnachteil von E-Autos durch Zuschüsse von 3000 bis 5000 Euro heruntersubventionieren, wies Ramsauer zurück: „Wenn ich jetzt schon sage, dass ich später Prämien zahle, erzeuge ich bei den Käufern natürlich eine abwartende Haltung.“
Wichtige Konkurrenzländer wie USA, Japan, China und Frankreich zahlen mehrere tausend Euro an die Käufer. Ramsauer sagte jedoch, das schrecke ihn überhaupt nicht. „Wir gehen unseren deutschen Weg.“ Deutschland könne auch ohne Kaufanreize Leitmarkt für Elektromobilität werden. „Wir bauen die besten herkömmlichen Autos der Welt, und mein Anspruch ist, dass wir künftig auch die besten Elektroautos bauen.“ Sollte sich herausstellen, dass Deutschland doch Marktanreize brauche, könne er schnell reagieren und ein Programm auflegen, sagte Ramsauer.
ddp.djn/arh/mwo
Abgelegt unter: Auto · Elektroautos · Ramsauer
