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Streit um Spitzenkandidatur bei den Grünen

20. Juli 2012 | 6:45 Uhr

Foto: dapd

Erfurt (dapd). Im Streit innerhalb der Grünen um die Bundestags-Spitzenkandidatur haben mehrere ostdeutsche Landesverbände die Bundesspitze der Partei angegriffen. Die Sachsen-Anhalter Parteichefin Conny Lüddemann sprach in der "Thüringer Allgemeinen" (Freitagausgabe) von einer "unsäglichen Situation". Erst durch die mangelnde Führung des Bundesvorstands sei eine ungesteuerte Personaldebatte entstanden. Man müsse "endlich ein belastbares Prozedere beschließen, damit wir uns nicht die ganze Sommerpause herumstreiten", sagte Lüddemann. Der Bundesvorstand stehe hier in der Pflicht.

Ähnlich äußerte sich der Landesvorsitzende der Grünen aus Mecklenburg-Vorpommern, Andreas Katz. "Es kann nicht sein, dass die Bundesregierung im Chaos versinkt und wir uns über Kandidaten streiten", sagte er.

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Das Bundesvorstands-Mitglied Astrid Rothe-Beinlich wies die Angriffe zurück. Der Ablauf stehe seit Monaten fest und sei von den Gremien beschlossen worden, sagte sie der Zeitung. Bis Ende August müssten sich die potenziellen Kandidaten melden. Am 2. September entscheide dann der Länderrat anhand der Bewerbersituation, ob es zu einer Urwahl komme.

dapd

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