CDU-Innenexperte: Bei Einbürgerung auf Islam-Aktivitäten achten
11. Mai 2012 | 9:05 Uhr
Foto: dapd
Berlin (dapd). Der Obmann der CDU im Innenausschuss des Bundestages, Reinhard Grindel, hat raschen Erfolgen im Kampf gegen gewaltbereite Islamisten eine Absage erteilt. "Das Vorgehen gegen diese Leute ist nicht so leicht, wie man sich das landläufig vorstellt", sagte Grindel der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe). Gewalttäter müssten "alle Härte des Straf- und Aufenthaltsrechtes zu spüren bekommen", betonte der Innenexperte. Mit Blick auf Forderungen nach einem Entzug von Staatsbürgerschaften verwies er aber auf enge rechtliche Grenzen. Grindel forderte daher, bereits bei der Einbürgerung besser auf radikalislamische Aktivitäten zu achten.
Nach einer Anti-Islam-Kundgebung der rechtsextremen Splitterpartei Pro NRW am vergangenen Wochenende in Bonn hatten Salafisten 29 Polizisten verletzt, zwei durch Messerstiche schwer.
dapd
Abgelegt unter: Extremismus · Grindel · Religion · Salafisten
