Generalbundesanwalt: Keine systematische Hilfe der NPD für die NSU
24. März 2012 | 14:15 Uhr
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Frankfurt (dapd). Nach Einschätzung von Generalbundesanwalt Harald Range gibt es keine systematische Hilfe für die Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund (NSU) vonseiten der NPD. "Bei einzelnen Unterstützern gibt es eine personelle Überschneidung. Eine strukturierte Unterstützung aus der NPD gab es nach unseren bisherigen Erkenntnissen aber nicht", sagte Range der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" laut Vorabbericht vom Samstag.
Das gelte auch für die Finanzierung. Die rund 600.000 Euro, die die Terrorzelle aus Banküberfällen erbeutet habe, hätten wohl ausgereicht, um ihren Lebensunterhalt zu finanzieren.
Zum geplanten NPD-Verbotsverfahren äußerte sich Range zurückhaltend. Zwar müsse der Staat Straftaten entschieden bekämpfen und auch klarmachen, wie gefährlich rechtsextremistische Gedanken seien. Allerdings dürfe er "mit Blick auf das Parteienprivileg des Grundgesetzes auch nicht überreagieren". Dies sei allerdings seine persönliche Meinung.
dapd
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