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GdP erwartet 30.000 Atomkraftgegner im Wendland

5. November 2010 | 10:45 Uhr

Foto: dapd

Stuttgart (dapd). Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) rechnet anlässlich des Castortransports ins Zwischenlager Gorleben am Wochenende mit 30.000 Demonstranten im Wendland. "Die Bürgerbewegung hat durch Stuttgart 21 einen Impuls bekommen", sagte der stellvertretende GdP-Vorsitzende Bernhard Witthaut in einem Interview mit den "Stuttgarter Nachrichten" (Freitagausgabe). Auf die Polizei kämen vielfältige Aufgaben zu.

"Wir haben den Auftrag zu erfüllen, die Sicherheit des Transports zu gewährleisten", sagte Witthaut. Zugleich müssten die Beamten das Versammlungsrecht der Demonstranten schützen. "Drittens müssen wir uns selbst absichern", betonte der GdP-Vize und warnte vor gewaltbereiten Autonomen. Die Polizei "als verlängerter Arm des Staates" ziehe "leider die Wut der demonstrierenden Atomkraftgegner" auf sich.

Der Polizei gehe es nicht darum, diesen Castortransport in irgendeiner Weise "reinzuprügeln", zitierte das Blatt den Gewerkschafter. "Aber wir werden verhindern, dass Unterspülungen vorgenommen, Gewalt angewendet wird oder andere Straftaten begangen werden."

Dass sich Beamte unter die Demonstranten mischen und selbst Steine werfen könnten, um ein schnelles Durchgreifen der Polizei zu legitimieren, hielt Witthaut "für völlig ausgeschlossen".

dapd

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