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Steuerzahlerbund will nach Arbeitszimmer-Urteil nun den Soli kippen

30. Juli 2010 | 6:30 Uhr

Foto: ddp

Berlin/Passau (ddp). Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, hat nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Besteuerung von Arbeitszimmern nun den Solidaritätszuschlag ins Visier genommen. Dieser sei aus Sicht des Steuerzahlerbundes „auch nicht mit dem Grundgesetz vereinbar“, sagte Däke der „Passauer Neuen Presse“ (Freitagausgabe), „er wird mittlerweile nur noch vorläufig erhoben“. Däke erklärte, er sehe gute Chancen, „dass Karlsruhe den Soli kippen und für verfassungswidrig erklären wird“.

Darüber hinaus brenne es im Steuerrecht „auch sonst an allen Ecken und Enden“, klagte der Däke. Die „Änderungswut des Gesetzgebers“ sei „unermesslich.“ Dass häusliche Arbeitszimmer sich künftig wieder besser steuerlich absetzen lassen, bezeichnete Däke als „positive Nachricht für nicht wenige Steuerzahler“. Einmal mehr habe der Gesetzgeber hier Grenzen überschritten: „Nach dem Urteil zur Pendlerpauschale ist die Entscheidung zur Absetzbarkeit des Arbeitszimmers eine weitere Ohrfeige für die Politik.“

Das Urteil sei eine neuerliche „Absage an eine Steuerpolitik nach Kassenlage“. Da Karlsruhe die Regelung zum häuslichen Arbeitszimmer rückwirkend für verfassungswidrig erklärt habe, müsse der Gesetzgeber „jetzt schnell eine entsprechende Neuregelung schaffen“, forderte der Steuerzahler-Präsident.

ddp

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