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Handgranate im Gepäck am Flughafen Tegel entdeckt

29. Juni 2012 | 14:35 Uhr

Foto: dapd

Berlin (dapd). Aufregung auf dem Flughafen Tegel: Am Freitagmorgen ist dort eine Handgranate im Koffer eines Reisenden entdeckt worden. Ein 71-jähriger Amerikaner habe diese mit in seine Heimat nehmen wollen, sagte ein Sprecher der Bundespolizei und bestätigte damit einen Bericht der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe). Der Sprengkörper war im bereits aufgegebenen "Großgepäck" des Passagiers bei der üblichen Kontrolle entdeckt worden, wie der Sprecher sagte. Bei der Befragung habe er angegeben, die Granate auf einem Flohmarkt in Belgien gekauft zu haben.

Gegen den 71-Jährigen wird jetzt wegen des Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt. Nach Aufnahme der Personalien, durfte der Amerikaner seinen Flug über Amsterdam in die USA antreten.

Nach Angaben der Bundespolizei befanden sich an den Seitenwänden und auf dem Boden der Granate Reste von Sprengstoff. Der Zünder sei abgeknipst gewesen, sagte der Sprecher. Dennoch könne von so einem Sprengkörper bei den extremen Druckverhältnissen in einem Flugzeug eine Gefahr ausgehen. Auch legale Feuerwerkskörper dürften im Flugzeug nicht mitgenommen werden.

Bei der Handgranate handelt es sich um ein Modell, das in den Staaten des ehemaligen Warschauer Paktes üblich war, wie der Sprecher sagte. Als die Granate im Gepäck des Reisenden geortet worden war, sei der Amerikaner auf dem Airport ausgerufen worden. Darauf hin habe sich dieser an den Schalter begeben und den Beamten die Fragen beantwortet.

dapd

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