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Neumann will keine Gebühren für neue digitale Spartensender verwenden lassen

30. April 2012 | 20:45 Uhr

Foto: dapd

Bielefeld (dapd). Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hat ARD und ZDF davor gewarnt, weitere digitale Spartensender zu gründen. Er sei "gegen höhere Gebühren, die man braucht, um zusätzliche Kanäle zu finanzieren", sagte Neumann dem Bielefelder "Westfalen-Blatt" (Dienstagsausgabe). Es dürfe nicht sein, dass "Substanzielles in die zusätzlichen Nebenkanäle gedrängt wird". Schließlich gehe "der erste Auftrag an das Hauptprogramm".

Die ARD hatte in der vergangenen Woche angekündigt, den digitalen Spartensender Einsextra in tagesschau24 umzubenennen. Außerdem bietet die ARD die Kanäle Einsplus und Einsfestival an. Das ZDF betreibt die Spartensender Neo, Kultur und Info.

Neue Kanäle hält Neumann angesichts der bereits bestehenden Sender Phoenix, 3sat und arte für überflüssig. "Es kann nicht angehen, dass wir am Ende für jedes Thema einen eigenen Fernsehkanal unterhalten müssen", betonte der Kulturstaatsminister.

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Die Sender sollten außerdem mehr Dokumentationen und weniger Talkshows ausstrahlen: "Diese Inflation der Talkrunden ist mit nichts zu rechtfertigen. Der eigentliche Auftrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens ist Information, qualifizierte Unterhaltung - und nicht zuletzt auch Kultur."

dapd

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