Bakterium in Schinkenzwiebelmettwurst: Unternehmen gibt Entwarnung
2. März 2012 | 21:45 Uhr
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Kiel (dapd). Das Darmbakterium Escherichia Coli ist in Hamburg in Schinkenzwiebelmettwurst gefunden worden. Kurz nach dem Start einer Rückrufaktion am Freitag gab das betroffene Unternehmen jedoch Entwarnung.
In einer unternehmenseigenen sowie einer amtlichen Laborprobe seien keine Keime gefunden worden, teilte die Rewe-Unternehmensgruppe am Freitagabend mit. Die amtliche Untersuchung habe das Bezirksamt Hamburg-Harburg durchgeführt. Das Ergebnis einer weiteren amtlichen Probe stehe noch aus.
Das Landwirtschaftsministerium in Kiel hatte am Freitag vor dem Verzehr der Schinkenzwiebelmettwurst der Firma Wilhelm Brandenburg gewarnt. Das Unternehmen gehört zur Rewe-Gruppe. Metzgereiprodukte der Marke werden bundesweit in Rewe- und Penny-Märkten verkauft. Die gefundenen Keime gehören den Angaben zufolge zum Typ STEC, der laut Robert Koch Institut eng mit dem Erreger EHEC zusammenhängt.
Der Hersteller hatte die Marken "Timmendorfer Schinkenzwiebelmettwurst" und "Meisterklasse Schinkenzwiebelwurst" mit den Haltbarkeitsdaten 9. März und 12. März 2012 zurückgerufen. Kunden können die Ware in die Supermärkte bringen und erhalten den Kaufpreis zurück. Die nachgewiesenen STEC-Keime waren in Hamburg bei einer zufälligen Stichprobe gefunden worden.
2011 waren in Deutschland 53 Menschen an EHEC und der schweren Verlaufsform HUS gestorben. Erst Anfang Februar starb in Hamburg eine sechsjährige Grundschülerin an den Folgen einer EHEC-Erkrankung, weitere Infizierungen wurden bekannt - zuletzt erkrankten laut den Behörden in Hamburg ein elfjähriger Junge und ein dreijähriges Kindergartenkind.
dapd
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