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„Wenn Kinder einen Witz doof finden, dann lachen sie einfach nicht“

6. Mai 2010 | 17:15 Uhr

Foto: dapd

München (ddp). Der künftige Moderator des ZDF-Rateklassikers „1, 2 oder 3“, Elton, hat vor seinem neuen Kinderpublikum großen Respekt. „Wenn Kinder einen Witz doof finden, dann lachen sie einfach nicht. Und wenn sie einen Film nicht lustig finden, dann sitzen sie da und sagen, das ist blöd. Das ist eine große Herausforderung“, sagte der 39-Jährige am Donnerstag in München. Umgekehrt könne man sicher sein, dass ein Witz wirklich funktioniert habe, wenn Kinder losprusten. „Das ist das Schöne und auch das Schwierige.“

Elton, der als „Showpraktikant“ von Stefan Raab bei ProSieben bekannt wurde und eigentlich Alexander Duszat heißt, wird ab 16. Oktober durch die ZDF-Quizsendung führen. Als diese 1977 mit dem damaligen Moderator Michael Schanze startete, war Elton sechs Jahre alt und bereits Fan: „Kamerakind - das hätte ich immer gern gemacht. Es war und ist eine absolute Kultsendung. Ich bin damit groß geworden, und deswegen bin ich nicht nur froh, sondern es erfüllt mich auch mit Stolz, dass ich das machen darf.“

Schanzes legendäres „Plopp“-Kommando beherrscht Elton ebenfalls, wie er demonstrierte. Er schloss nicht aus, dass er dies in der Show wieder einführe.

Bei dem bisherigen Spielprinzip soll es grundsätzlich bleiben: Jeweils drei Schüler einer vierten Klasse aus Deutschland, Österreich und einem internationalen Rateteam müssen Fragen beantworten. Auf ihre Antworten legen sie sich durch das Springen auf Symbolfelder im Studio fest. Als Neuerung soll es mit Elton künftig mehr Spaß und komödiantische Elemente geben. „Es sind mehr Einspieler mit mir und unserem Maskottchen, der Robbe Piet, geplant. Und natürlich werden wir im Studio spontan Späßchen machen. Es wird jetzt aber keine Comedysendung werden, sondern es bleibt ein interessantes Wissensquiz für Kinder mit noch mehr Spaß“, erklärte er.

Auf einen ersten Fan kann Elton bereits sicher zählen: Sein achtjähriger Sohn schaut „1, 2 oder 3“ regelmäßig. „Er wird es mit Sicherheit ordentlich und cool finden, dass ich das mache.“ Von der ZDF-Sendung hat Elton auch als Vater bereits profitiert: „Das Schöne ist ja, dass es am Samstagmorgen gezeigt wird und man die Kinder mit ruhigem Gewissen vor den Fernseher setzen kann, während wir Eltern uns in Ruhe noch mal umdrehen können“, sagte der Moderator, der auch eine dreijährige Tochter hat.

Sein Sohn verfolgt die TV-Tätigkeiten des Vaters überhaupt sehr genau: „Wenn ich beim 'TV-total-Turmspringen' oder der 'Wok-WM' mitmache, dann sagt er schon: Papa, da hättest du dich mal ein bisschen mehr anstrengen können, da ist er voll dabei.“

Für den öffentlich-rechtlichen Sender plant der Moderator keine Änderungen in seinem Auftreten: „Ich glaube, das ZDF weiß, wen es sich da ins Boot geholt hat. Man muss bei Kindern natürlich nur ein bisschen aufpassen, welche Witze man macht.“ Auch sein Engagement beim Privatsender ProSieben bleibe durch „1,2 oder 3“ unverändert.

Elton löst Daniel Fischer ab, der seit Ende 2005 durch die Kindersendung führt.

ddp

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