Baden-Württemberg verliert zwei Elite-Unis und gewinnt Tübingen dazu
15. Juni 2012 | 16:25 Uhr
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Bonn (dapd-bwb). Baden-Württemberg verliert zwei Elite-Universitäten, gewinnt aber bei dieser Auszeichnung aber Tübingen dazu. Den Hochschulen in Freiburg und Karlsruhe gelang es in der dritten und vorerst letzten Exzellenzinitiative nicht, ihren Elite-Titel zu verteidigen, wie die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Wissenschaftsrat am Freitag in Bonn bekannt gaben.
Die Hochschulen in Heidelberg und Konstanz behalten ihren Exzellenz-Status. Damit gibt es in Baden-Württemberg ab November nur noch drei Elite-Unis, bisher waren es vier. Bundesweit gibt es insgesamt elf Elite-Universitäten. Da es sieben Neuanträge mit sogenannten Zukunftskonzepten und neun Verlängerungsanträge gegeben hatte, war der Konkurrenzkampf in dieser Runde ungleich härter gewesen.
Mit insgesamt 30 Vorhaben kamen in der dritten Runde der Exzellenzinitiative die meisten Anträge aus Baden-Württemberg. Darunter waren 20 Fortsetzungsanträge und 10 Neuanträge. Neu bewilligt wurden ein zusätzliches Exzellenzcluster an der Uni Freiburg, sowie drei zusätzliche Graduiertenschulen an der Uni Konstanz, der Uni Tübingen sowie in Karlsruhe. Zudem hatten 17 Fortsetzungsanträge Erfolg, inklusive die zwei Zukunftskonzepte in Konstanz und Heidelberg.
Der Rektor der Uni Freiburg, Hans-Jochen Schiewer, reagierte überrascht und bitter enttäuscht über das Scheitern seiner Universität am Zukunftskonzept: "Es ist unglaublich enttäuschend, dass wir unser Zukunftskonzept nicht mehr umgesetzt wird. Das tut richtig weh", sagte er vor Universitätsvertretern in Freiburg. Die Universität werde den eingeschlagenen Weg trotzdem weitergehen und zwar in Lehre und Forschung. Man müsse sich überlegen, wie man diesen Wettbewerb künftig deute. Die Wissenschaftsministerin habe ihm beteuert, dass sie ihn nicht alleine lasse.
Der Rektor der Uni Tübingen, Bernd Engler, hingegen zeigte sich glücklich über den Erfolg seiner Uni: "Wir haben immer gewusst, was wir können, und freuen uns sehr, dass das nun auch nach außen noch deutlicher als bisher sichtbar wird!" Dass die Universität Tübingen es geschafft hat, liege nicht zuletzt daran, dass sie im ganzen Prozess der Bewerbung mit einer Stimme gesprochen hat und sich in ihrer ganzen Vielfalt und in ihrer hervorragenden Substanz erfolgreich zu präsentieren wusste.
Der Rektor der Uni Konstanz, Ulrich Rüdiger, berichtete von einer euphorischen Stimmung in Konstanz: Der kleinen Hochschule gelang es, alle Anträge durchzusetzen, und gewann damit eine zusätzliche Graduiertenschule. "Ich hatte bei dem ganzen Verfahren ein gutes Gefühl", sagte Rüdiger.
dapd
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