Weiterer Stuttgarter Bürgermeister für Baustopp bei „Stuttgart 21“
3. September 2010 | 10:00 Uhr
Foto: dapd
Stuttgart (ddp-bwb). Nach der Kultur- und Bildungsbürgermeisterin Susanne Eisenmann (CDU) ist nun offenbar ein zweites Stuttgarter Stadtoberhaupt für einen Baustopp bei „Stuttgart 21“. Ordnungsbürgermeister Martin Schairer (CDU) sprach sich in der „Stuttgarter Zeitung“ für ein vorübergehendes Aussetzen der Bauarbeiten aus. Er befürworte einen zeitlich befristeten Baustopp, wenn dies „der Beruhigung der Situation“ diene, sagte Schairer. Oberbürgermeister Wolfgang Schuster (CDU) lehnt einen Baustopp weiterhin ab. Mehrere Mitglieder des Bündnisses gegen das Bauprojekt hatten einen Baustopp als Voraussetzung für ein geplantes Krisengespräch gefordert.
Eisenmann hatte am Mittwoch gesagt, falls die Gegner nur mit symbolischen Zeichen wie dem Stopp der Abrissarbeiten zu Gesprächen an einen Runden Tisch zu bekommen seien, würde sie persönlich für das Ruhen der Arbeiten bis dahin eintreten. Eine weitere Spaltung der Bevölkerung in der Frage des milliardenschweren Bahnprojekts „würde der Stadt nicht gut tun“. In dieser Situation seien auch Befürworter des Projekts wie sie selbst aufgerufen, die dringend notwendige Kommunikation wieder herzustellen.
Schuster betonte am Donnerstag, man sei sich einig, dass der Runde Tisch ohne Vorbedingungen beider Seiten stattfinden sollte. Am Freitag sagte er im Deutschlandradio Kultur, die Aufträge für die Bauarbeiten seien längst vergeben. Setzte man das Projekt jetzt aus, würde dies „als etwas interpretiert, was nicht ernst gemeint ist“. Alle Bedenkenträger sollten jedoch ernst genommen werden. Er wolle in Stuttgart „eine neue Dialogkultur“ etablieren und ein Dialogforum mit und für die Bürger einrichten. Die unterbrochenen Gespräche zwischen Projekt-Gegnern und -Planern sollten wiederaufgenommen werden.
Schuster sagte weiter, das Projekt “Stuttgart 21″ sei „solide finanziert“. Die gesamten Risiken, die darin steckten, seien „bereits beziffert und finanziell abgesichert“.
ddp
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Ein Kommentar
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es ist unerhört, wie eine Satdt (Stuttgart) ein kulturhistorisches Denkmal abreissen lässt. Ein Bau des unterirdischen Bahn-
hofes kann man auch ohne Zerstörung vollziehen.
Was ist das für ein Proletenhaufen der Stuttgart regiert.
Die Geislinger Steige zu untertunneln ist ein zwingende Mass- nahme, aber warum dieser Unsinn in Stuttgart ?