„Klimapiraten“ protestieren gegen Bau des Kohlekraftwerks Brunsbüttel
8. August 2010 | 21:00 Uhr
Foto: dapd
Tübingen (ddp-bwb). Aktivisten des bundesweiten Umweltnetzwerks „Klimapiraten“ haben in Tübingen ihre Kampagne gegen den geplanten Bau des Steinkohlekraftwerks Brunsbüttel in Schleswig-Holstein gestartet. Man protestiere „dort, wo die Geldquelle für Brunsbüttel entspringt“, sagte Sprecher Fabian Hübner am Sonntag auf ddp-Anfrage. Das Stadtwerkekonsortium Südweststrom (SWS) mit Sitz in Tübingen - das über 70 Stadtwerke umfasse - sei „der Motor zum Bau des klimaschädlichen Kraftwerks“.
Die etwa 150 Demonstranten forderten SWS zum Ausstieg aus der Finanzierung des Kraftwerks und zur Investition der eingebrachten Gelder in erneuerbare Energien auf. Der drohende Klimawandel sei eine Realität, betonte Hübner. Darauf deute die überwältigende Mehrheit wissenschaftlicher Studien hin. Die „Klimapiraten“ wollten vor allem jungen Leuten helfen, „ihre Agonie zu überwinden und auf kommunaler Ebene etwas gegen den Klimawandel zu tun“.
ddp
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