Entlastung für pflegende Angehörige
29. Mai 2012 | 14:03 Uhr
Ambulante Pflegedienste entlasten Angehörige bei der häuslichen Pflege. (Foto: istockphoto.com/AlexRaths)
(pr). Irgendwann werden die Eltern oder Ehepartner alt und gebrechlich. Viele Kinder und Partner scheuen sich dann, die Senioren in ein Pflegeheim „abzuschieben“ und kümmern sich selbst aufopferungsvoll um die alten Menschen. Doch die Pflege eines Angehörigen ist ein Knochenjob, der den Verwandten oft rund um die Uhr alles abverlangt. Ein Betreuungsdienst kann für Entlastung sorgen.
Bereits heute sind rund zwei Millionen Senioren in Deutschland pflegebedürftig und Experten prognostizieren, dass es bis zum Jahr 2030 etwa drei Millionen alte Menschen sein werden. Die Bundesregierung reagierte auf diese Entwicklung unter anderem mit der Einführung der Pflegeversicherung. Diese 5. Säule der Sozialversicherung finanziert den zunehmenden Pflegebedarf und unterstützt auch pflegende Angehörige finanziell. Mit Stand Dezember 2009 nahmen dem Bundesgesundheitsministerium zufolge 2,38 Millionen Menschen monatlich Leistungen der Pflegeversicherung in Anspruch, wobei der überwiegende Anteil von 1,64 Millionen Unterstützung für ambulante Pflege erhielt.
Leistungen für die Pflege zuhause
Wenn Sie einen Angehörigen mit einer körperlichen, geistigen oder seelischen Krankheit oder Behinderung länger als sechs Monate zuhause pflegen, können Sie bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag auf Leistungen der Pflegeversicherung stellen. Sobald die Pflegebedürftigkeit durch eine medizinische Begutachtung offiziell bestätigt wurde, erhalten Sie je nach Pflegestufe ein monatliches Pflegegeld und weitere Zuschüsse, zum Beispiel für Pflegehilfsmittel oder Maßnahmen zur Verbesserung des Wohnumfeldes. Zum Leistungskatalog der Pflegeversicherung gehören darüber hinaus Beratungsleistungen und Pflegekurse für Angehörige.
Ambulante Pflegedienste
Niemand kann die häusliche Pflege rund um die Uhr und das ganze Jahr über durchgehend leisten. Erholungs- und Urlaubszeiten müssen ebenso eingeplant werden wie Ausfälle aufgrund eigener Krankheit. Ambulante Pflegedienste sorgen für Entlastung. Fachkundiges Personal unterstützt Familien bei der täglichen Pflege, so dass zum Beispiel auch eine Berufstätigkeit weiter ausgeübt werden kann. Ein häuslicher Pflegedienst wie Linara übernimmt auf Wunsch auch eine 24-Stunden-Betreuung, die sich mit dem Pflegegeld zumindest teilweise finanzieren lässt.
Kurzzeitige Vertretung bei Urlaub oder Krankheit
Die Pflegeversicherung übernimmt auch die Kosten für eine Ersatzpflegekraft, die einspringt, wenn der betreuende Angehörige ausfällt. Die so genannte Verhinderungspflege wird jährlich für längstens vier Wochen finanziert. Ausführliche Informationen über alle Leistungen der Pflegeversicherung enthält der vom Bundesgesundheitsministerium herausgegebene Ratgeber zur Pflege.
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