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Paul Metzger ist Schirmherr des 6. Pacemaker-Radmarathons am 31. Juli

18. Juli 2010 | 10:30 Uhr
Schulterschluss für den Frieden: Gernot Hörner (RSC Bretten), Günter Riemer (Württembergischer Radsportverband), Paul Metzger (Bürgermeister von Bretten a.D.), Ulli Thiel (Sprecher DFG-VK Karlsruhe) und Roland Blach (Pacemaker-Koordinator und Landesgeschäftsführer der DFG-VK). (Foto: Hannes Blank)

Schulterschluss für den Frieden: Gernot Hörner (RSC Bretten), Günter Riemer (Württembergischer Radsportverband), Paul Metzger (Bürgermeister von Bretten a.D.), Ulli Thiel (Sprecher DFG-VK Karlsruhe) und Roland Blach (Pacemaker-Koordinator und Landesgeschäftsführer der DFG-VK). (Foto: Hannes Blank)

Karlsruhe (hbl). „Wenn man untereinander streiten will, dann sollte man das in einem sportlich fairen Wettkampf tun“ stellt KSC-Präsident Paul Metzger fest. Er meint damit unausgesprochen: Nicht mit Waffen, schon gar nicht mit Atombomben. Seit 2005, als er noch Bürgermeister in Bretten war, unterstützt Paul Metzger den Pacemaker-Radmarathon. Pacemaker wie Schrittmacher, aber auch „Pace“ wie Frieden. „Friedensarbeit findet auch im Fußballstadion unter schwierigen Bedingungen statt, nämlich wenn es darum geht, gewalttätige Eskalationen stärker zu vermeiden“ ergänzte der Vereinspräsident, der während seiner Amtszeit als Stadtoberhaupt Mitglied von „Mayors for Peace“ (Bürgermeister für den Frieden) war. Eine Organisation, in deren Vorstand die Bürgermeister der einzigen beiden Städte sitzen, die jemals eine Atombombenangriff über stehen mussten, die japanischen Orte Hiroshima (am 6. August 1945) und Nagasaki (9. August 1945).

Was viele nicht wissen: In Deutschland ist auch 20 Jahre nach Ende des kalten Krieges keineswegs atomwaffenfrei: Im Bundeswehr-Luftwaffenstützpunkt Büchel in der Eifel werden amerikanische 20 Atombomben im Rahmen der so genanten „nuklearen Teilhabe“ gelagert. Offiziell, um der Bundesregierung ein größeres politisches Gewicht zu verschaffen. Da der Einsatz dieser freifallenden Fliegerbombe an die Reichweite des Bundeswehr-Jets „Tornado“ gebunden ist, käme man damit maximal bis z.B. nach Bulgarien.

Den Organisatoren des 6. Pacemakers-Radmarathons ist daran gelegen, auch diese letzten 20 Atombomben in Deutschland abzuschaffen: „Der Radmarathon ist eine Aktionsform, so kreativ und neu, dass sie viele Menschen anspricht“ sagt Ulli Thiel von der DFG (Deutsche Friedensgesellschaft), „ da stehen Menschen am Rand der Radstrecke auf den Gehsteigen und klatschen Beifall. Die können wir mit unseren traditionellen Veranstaltungen sonst nicht erreichen“. Roland Blach, ebenfalls von der DFG und Koordinator des Pacemaker-Marathons ergänzt: „Wenn ich an die große Solidarität innerhalb des Rad-Pelotons der letzten Jahre und die Friedensbewegung denke, so haben sie zwei Sachen gemeinsam: Die Zeichen von Verbunden- und Friedfertigkeit“. Günther Riemer vom württembergischen Radsportverband denkt unisono: „Eigentlich ist der Radmarathon eine Friedensfahrt, so wie sie es bis 2006 gab. Wenn ich sehe, wie friedlich Radsportfans aus den unterschiedlichen Nationen nebeneinander stehen, dann, finde ich, ist Radsport ein hervorragendes Medium, um sich für eine friedliche Welt zu engagieren.“

Paul Metzger hat auch ein Herz für das Radfahren: Während seiner Amtszeit holte er zwei Etappen der Deutschland-Tour Station, ein Einzel- und ein Mannschaftszeitfahren, nach Bretten. Unterstützung am Start- und Zielort Bretten kommt vor allem vom dortigen RSC, der bei den Radtouristikfahrten und im Mountainbike-Bereich der Region sehr aktiv ist. Am 8. August veranstaltet der Radsportclub seine eigene RTF namens „Rund um die Melanchtonstadt“. Den Pacemaker-Radmarathon kann man zwar auch in Teiletappen fahren, aber bereits 80 Radfahrer haben sich für die volle Länge von 342 Kilometer über Heilbronn, Sinsheim, Heidelberg, Mannheim, Bad Dürkheim, Kaiserslautern, Neustadt an der Weinstraße, Germersheim und Bruchsal entschieden. Insgesamt 110 Anmeldungen gibt es bislang, bei 150 ist Schluss. Noch am Starttag am 31. Juli kann ab 4:45 Uhr morgens nachgemeldet werden – um 5:45 Uhr wird der Startschuss fallen.

Mehr Infos unter www.pace-makers.de

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