Baden-Achter: Starke Steigerung nach verhaltenem Beginn
19. Juni 2012 | 10:18 UhrKarlsruhe/Rüdersdorf (bb/hbl). Vergangenen Samstag startete der Baden-Achter vom Karlsruher RV Wiking in seine dritte Saison in der flyeralarm Ruder-Bundesliga (RBL). Der Auftakt fand in Rüdersdorf bei Berlin auf dem Kalksee statt. Der erste Wettkampf im Achter Sprint in diesem Jahr fing für das Karlsruher Team holprig an, konnte am Ende aber doch zufriedenstellend abgeschlossen werden.
Der Baden-Achter stellt sich in seinem zweiten Jahr in der ersten Liga erneut der Konkurrenz der schnellsten Sprint-Achter Deutschlands über die kurze Distanz von 350 Metern. Vor dem ersten Spieltag waren alle gespannt und voller Erwartungen, welche Früchte das lange und harte Training im vergangenen Winter und Frühjahr tragen würde. Da an jedem Termin der RBL eine komplette Rangliste aller 16 Boote in der ersten Liga ausgefahren wird, stand Samstag früh zunächst ein Zeitlauf an, dessen Ergebnis über die Setzung der weiteren Qualifikationsläufe entschied. Hier fand das Karlsruher Team nach einigen personellen Veränderungen und der erst vor kurzem umbesetzten wichtigen Schlagposition noch nicht richtig in seinen Rhythmus. Nach Auswertung der Zeiten wurde zunächst nur Rang 14 belegt, was nach Gesamtplatz 8 vom Vorjahr doch eher eine Enttäuschung darstellte.
In den beiden folgenden Rennen fand das Team dann seine Bahn wieder und konnte sich im dritten Lauf knapp gegen die Konkurrenten aus Rauxel, Hameln und Hannover durchsetzen. Damit sicherte sich der Baden-Achter für die letzten beiden Läufe die Chance, bis auf Platz 9 vor zu fahren. Allerdings stand für das vorletzte Rennen noch eine schwere Aufgabe bevor: der Gegner im KO-Lauf hieß Berlin, ein starker Aufsteiger aus der zweiten Liga, der im Zeitvergleich in allen absolvierten Rennen schneller war als die Karlsruher. Doch das Team aus der Fächerstadt zeigte keine Schwäche, fuhr ein beherztes Rennen und konnte seinen Bug kurz vor der Ziellinie am Berliner Boot vorbeischieben.
Im letzten Rennen des Tages ging es schließlich gegen Hamburg um Platz 9. Nach schnellem Start und anfänglicher Führung des Karlsruher Bootes hatte der Gegner aber doch den etwas längeren Atem und verwies Karlsruhe damit letztendlich auf Platz 10.
„Nach dem schlechten Rennen heute früh haben wir uns über den Tag gut gesteigert und können für den Moment mit Platz 10 gut leben. Wir sind vor allem gegen Berlin ein gutes Rennen gefahren, haben aber auch festgestellt, wo wir noch Potential haben.“, so Schlagmann Simon Schiml. Steuerfrau Madeleine Merdes ergänzt: „Das Feld ist im Vergleich zum letzten Jahr wie erwartet enger geworden, da muss man sich jeden Platz hart erkämpfen“.
Der Tagessieg ging an den amtierenden Champion aus Krefeld, dahinter landeten Münster und Frankfurt.
Für den Baden-Achter stehen als nächstes die deutschen Hochschulmeisterschaften in zwei Wochen an, bevor dann am 14. Juli die flyeralarm Ruder-Bundesliga in Bitterfeld in die zweite Runde geht.
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