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Ruderregatta Heidelberg: Fast 50 Starts von Karlsruher Booten / Baden-Achter nimmt Form an
23. Mai 2012 | 11:36 UhrKarlsruhe/Heidelberg (hbl). Die Ruderregatta Heidelberg am vergangenen Wochenende war für die beiden Karlsruher Rudervereine Ort und Gelegenheit neue Bootsbesatzungen auszuprobieren und über die Wintermonate Erarbeitetes zu festigen. Die 78. Heidelberger Ruderregatta glänzte nicht durch hohes nationales Niveau, die süddeutschen Vereine beteiligten sich jedoch rege an dem Wettbewerb. Aus Karlsruhe reiste eine so große Gruppe an, dass 49 Starts von Karlsruher Ruderern gezählt wurden. Für den jungen Ruder-Nachwuchs ist die Regatta weiterhin attraktiv, Neckarwiese und Schlosspanorama bildeten einen geeigneten Raum, um ein anspruchsvolles Ruderwochenende mit Wettkampfcharakter zu verbringen.
Steffen Kuß, Jugendtrainer des Karlsruher Rheinklub Alemania, freute sich besonders über die Qualifikation seiner drei jüngsten Nachwuchsathleten für den Bundeswettbewerb, einer Art Deutschen Junior-C-Meisterschaft: Lukas Kucharek, Arnaud Schneikert und Fabienne Weisenburger werden Ende Juni in Wolfsburg den weißen Stern auf blauen Grund, die Vereinszeichen des Rheinklubs, tragen. Daneben fuhren auch Victoria Karl im Einer und Maximilian Vituschek/Jaspar Schalla sowie Felix Spraul/Jan Augenstein im Doppelzweier Siege ein. Alexandru Birku saß in einem Renngemeinschafts-Vierer zusammen mit seinen Vereinskameraden und Anton Zengin vom Karlsruher RV Wiking, die dieses Rennen mit zwei Sekunden Vorsprung vor einer einheimischen Heidelberger Mannschaft gewannen. „Mit gutem Kampfgeist, aber auch deutlich stabilerer Technik konnten sie sich durchsetzen. Hier zeigt sich dass die Junioren von der Zusammenarbeit der letzten Monate profitiert haben“, so KRV-Trainer Ralf Thanhäuser.

Erfolgreiche Karlsruher Ruderjunioren-Kooperation: Der siegreiche Doppelvierer mit Jan Augenstein (KRA), Alexandru Birk (KRA), Felix Spraul (KRA), Anton Zengin (KRV) und Steuermann Maximilian Vituschek (KRA). Foto: Ralf Thanhäuser.
Der Wiking-Trainer besetzte am Samstag, dem ersten Regattatag, die Boote mit seinem erwachsenen Ruderathleten als reinen Testtag. Mit dem Einersieg von Simon Gessler sprang jedoch trotzdem ein kleiner Überaschungssieg heraus. Am Sonntag wurden die Besetzungen zielgerichteter, dadurch auch schneller besetzt. „Im Skullbereich haben wir für einen Teil der Mannschaft alternative Startmöglichkeiten auf der deutschen Hochschulmeisterschaft und der Landesmeisterschaft Baden-Württemberg getestet, durchaus erfolgreich. Im Riemenbereich sind wir weitergekommen, was bestimmte Paarungen angeht, offen ist noch die endgültige Achterbesetzung“, so Thanhäuser. Für ihn geht es darum, bis zum Ruder-Bundesligastart am 14. Juli in Bitterfeld-Wolfen den möglichst besten „Baden-Achter“ zu formen. Auf der Heidelberger Regatta stellte der RV Wiking den schnellsten reinen Vereinsachter, nur eine aus Ruderern aus Esslingen, Stuttgart und Heidelberg zusammengestellte Mannschaft war noch schneller.
Nach der ersten Regatta in Bamberg haben sich die C-Junioren des Rudervereins Wiking, Michael Frank, Leonard Ganz, Dominik Neumann, Jan Hort mit Steuermann Julian Hort in Heidelberg nun der gesamten Konkurrenz aus Baden-Württemberg gestellt. Hierbei wurden zwei 2. Plätze sowie ein 3. und 4. Platz in den Doppelzweiern und ein 2. sowie 4. Platz im Doppelvierer erreicht.
Der Wermutstropfen des Heidelberger Regatta-Wochenendes: Ein schweres Unwetter zwang die Regattaleitung am Samstag gegen 19:30 Uhr den Renntag sieben Rennen vor Schluss abzubrechen. „Aufgrund der Wettervorhersage war dies in Absprache mit der DLRG, Wasserschutzpolizei und Wasserschifffahrtsamt unvermeidbar“ bedauerte der erste Vorsitzende des Heidelberger Regattaverbandes Klaus Menold. Die Sonntagsausgaben der entsprechenden Rennen konnten glücklicherweise wie geplant stattfinden. Den Vereinspreis der Regatta gewann die Rudergesellschaft München.
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