7. Rheinauenlauf des SC Neuburgweier
16. Juli 2012 | 18:00 UhrNeuburgweier (hbl). Der noch junge Rheinauenlauf des SC Neuburgweier – er entstand erst 2006 anlässlich eines Vereinsjubiläums – musste angesichts der bescheidenen Zahl von insgesamt 110 Teilnehmern einen kleinen Dämpfer einstecken. Organisator Heiko Rastetter schob es auf das Wetter, die Läufer liefen in einer Abfolge von mehreren Regenschauern. Der Stimmung unter den Läufern tat das keinen Abbruch, im Ziel begrüßte SC-Mitglied Heinz Vöhl alle Teilnehmer persönlich. Das Männerfeld war so schlecht nicht besetzt, neben Lokalmatador Stefan Koch startete auch der Gewinner des 5 Kilometerlaufs von Büchig, Sebastien Lichti vom ASL Robertsau und Artur Bleibinger, der beim letztjährigen Oberwaldlauf des TuS Rüppurr Zweiter hinter Koch wurde. Auch dieses Mal war der 42-jährige Koch, inzwischen im Trikot des Tri-Team SSV Ettlingen unterwegs, schneller als Bleibinger. „Nach ein bis zwei Kilometern hatte ich mich etwas abgesetzt, das war schon beruhigend“, so Kochs Analyse des Rennverlaufs. Er freundet sich dieses Jahr mit seinen ersten Wettkämpfen im Triathlonsport an, in Forst und Forcheim hat er bereits an Ausdauerdreikämpfen teilgenommen. Koch benötigte 35:31 für die 10 Kilometer, Bleibinger 37:09. Nur sieben Sekunden hinter dem Zweiten kam Tanzer Caylak (SSV Ettlingen) ins Ziel.
Warum bloß 19 Frauen an dem Rheinauenlauf teilgenommen haben, ist indes ein Rätsel. Auffällig ist, dass in den Rheinauen auffällig wenig Frauen ihr Lauftraining absolvieren. Das könnte daran liegen, dass in diesem explizit als Naturschutzgebiet gekennzeichneten und ausgeschilderten Gebiet auffällig viele Hundebesitzer ihre sogenannten Vierbeiner nicht an die Leine nehmen. Oder liegt es daran, dass der SC Neuburgweier eher als Fußballverein bekannt ist? Die besten Kicker des Clubs stiegen gerade in die Kreisklasse A auf…
Die Siegerin des 7. Rheinauenlaufs, Katharina Schüßler, war ob ihres Sieges dann auch etwas überrascht und wollte ihren ersten Gratulanten zunächst nicht glauben: „Ich entschloss mich erst gestern, mitzumachen und hatte eigentlich vor, einen schnelleren Schnitt zulaufen“. 46:47 Minuten waren es dann im Ziel unter dem weißen Sponsorentor kurz vor dem Vereinsheim des SC Neuburgweier. Zum Vergleich: 2011 siegte Manuela Schneiderhan in 40:25, bei den Männern 2012-Sieger Stefan Koch in 34:42 Minuten.
Mit der Startnummer „1“, aber ohne die entsprechenden Sieg-Ambitionen ging Mirjam Abromeit auf die Strecke: „Ich bin schon lange nicht mehr gelaufen und wollte einfach nur durchkommen“, so die 31-Jährige. Sie schob die auffällige Startnummer auf ihren in Alphabet weit vorne liegenden Nachnamen.
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