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Karlsruhe ist Deutschlands läuferfreundlichste Stadt

25. Februar 2010 | 8:06 Uhr

Sportmagazin „Runner‘s World“ setzt die Fächerstadt auf Platz 1 in der Läufergunst

Strat des Baden-Marathons 2009

Karlsruhe ist 2010 zu läuferfreundlichsten Stadt Deutschlands gewählt worden

Karlsruhe (hbl). Das Sportmagazin „Runner‘s World“ mit  Sitz in Hamburg (Auflage: 60.000) hat Karlsruhe zur „besten Läufercity 2010“ gekürt. Nach insgesamt 15 Kriterien wurde gewertet. Ob der Punkt „Runner‘s World-Abos pro 100.000 Einwohner“ wirklich ein Indiz dafür ist, dass Karlsruhe (in dieser Wertung Rang 8 ) eine Läufercity ist? Punkten konnte sie mit Platz 1 im Ranking „Lauftreffs pro 100.000 Einwohner“ (3,44) und „Teilnehmer bei größten Lauf pro 1000 Einwohner“ (15,31). Beim  letztgenannten Punkt  machte sich offenbar der beliebte Baden-Marathon, der jedes Jahr im September stattfindet, bemerkbar. Dieser ist zwar der teilnehmerstärkste Lauf in Karlsruhe, mitnichten jedoch der längste: Auf dem Fidelitas-Nachtlauf im Juni kann man 80 Kilometer weit laufen. Das Angebot an Laufwettkämpfen mit KSC-Schlossparklauf, Badischer Meile und Turmberglauf  und vielen anderen ist gut (Platz 4 im Runner‘s World-Ranking), wäre aber sicher besser, hätte man auch das umfangreiche Angebot an Volksläufen in der näheren Umgebung wie z.B. die Rheinzaberner Winterlaufserie, den Forchheimer Silvesterlauf oder den Kandel-Marathon beachtet. Trotzdem reichte es 2010 für den Titel.

Immerhin auf Platz 2 kam Karlsruhe hinter Augsburg in der Kategorie „Laufshops pro 100.000 Einwohner“, schlecht schnitt sie beim Grünflächenanteil (2,19 %, Platz 19) ab. Da kann der Schlosspark und der Hardtwald noch so schön sein: In Karlsruhe wurden in den letzten Jahren kaum neue Flächen zum Laufen erschlossen, sondern meist zugebaut. Absoluter Spitzenreiter in diesem Kriterium ist übrigens Hannover (19,21%).

Interessant ist die Kategorie „Hunde pro Quadratkilometer“: Wie jeder Läufer weiß, sind Hunde ein ständiges Ärgernis und höchst unangenehme Randerscheinung eines jeden Laufvergnügens. Karlsruhe belegt Platz 2 in dieser Wertung, weniger Hunde unter den 25 getesteten Städten gibt es nur in Münster. Wobei sich niemand ausmalen will, auf einer Fläche von 1×1 Kilometer 39 Hunden (der Wert von Karlsruhe) begegnen zu müssen. Glücklicherweise ist das nur ein statistischer Wert, der einem schlimmstenfalls beim Laufen an der Alb annähernd realistisch vorkommt: Nirgendwo sonst sieht man dort auch außerhalb der offiziellen Hundeauslaufflächen so viele Vierbeiner, die meisten nicht einmal an der Leine.

Die Landeshauptstadt Stuttgart landete übrigens nur auf dem 13. Gesamtrang, einen Platz besser als Mannheim. Schlusslicht wurde Wuppertal.

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2 Kommentare

  • hblank sagt:

    Vielen Dank für den Kommentar, cori!

    Wie ich schon geschrieben habe, sind (glücklicherweise) nicht alle Flächen rechts und links der Alb Hundefreilaufflächen. Außerhalb dieser Flächen darf man durchaus darauf hoffen, dass die Vierbeiner an der Leine geführt werden. Freilauffläche oder nicht: Als Läufer möchte ich nicht von Hunden angefallen werden, was leider immer wieder passiert. Das geht weit über das heraus, was “mal schauen, warum denn da gerannt werden muß” ist.

  • cori sagt:

    “Glücklicherweise ist das nur ein statistischer Wert, der einem schlimmstenfalls beim Laufen an der Alb annähernd realistisch vorkommt: Nirgendwo sonst sieht man dort auch außerhalb der offiziellen Hundeauslaufflächen so viele Vierbeiner, die meisten nicht einmal an der Leine.”

    das gebiet der gka längs der alb ist hundeFREIlauffläche- also muss ein jeder jogger damit rechnen, auf freilaufende hunde zu treffen. wer also todesmutig diese seite der alb wählt, sollte sich darüber im klaren sein dem ein oder anden 4beiner zu treffen und dementsprechend auch bitte nicht in einen cholerischenschreikrampf verfallen, wenn lumpi mal schaut, warum denn da gerannt werden muss.
    zum glück weisen ja auch ca 30 mal 40 cm große schilder daruf hin, welche schwerwiegende gefahr man sich in besagtem grünstreifen direkt zwischen alb und schnellstraße begibt, vorrausgesetzt man löst seinen blick vom boden. wer einen blick auf diese putzigen schilder wirft, wird auch gleich darüber aufgeklärt, dass hier auch fahrradfahrer ihre runden drehen dürfen, die gegenseitige rücksicht sei natürlich vorrausgesetzt- allein deshalb soll sich doch bitte kein hundehalter beschweren, wenn sein treuer, 4beiniger begleiter sich aus schreck auf die schnellstraße verirrt, weil der freundliche rennradfahrer ihn leicht tangiert hat…
    immerhin sind hunde und ihre halter ja aufgefordert rücksicht zu nehmen, in einem für sie ausgeschilderten bereich- wenn das nicht klappt, und man sich über fiffi wieder nur ärgern muss, weil er einfach nicht logisch denken will, kann man ihn immerhin noch ungebremst durch einen kostenintensiven zaun oder ähnliches auf die schnellstraße schicken- zum spielen.

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