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Rhein-Neckar-Löwen glückte die Wiedergutmachung gegen TuS N-Lübbecke

15. April 2012 | 13:06 Uhr

Toyota Handball Bundesliga

Rhein-Neckar-Löwen  -  TuS Nettelstedt-Lübbecke     30:24          (16:8)

Karlsruhe (esch). Die nächste Begegnung in der SAP-Arena begann für die Anhänger der Rhein-Neckar-Löwen mit zwei schlechten Nachrichten. In den letzten Tagen mussten Björge Lund und auch Patrick Groetzki operiert werden und fallen für den Rest der Saison aus, so dass die Mannschaft die hohen Belastungen, die auf sie zukommen werden, wieder zwei wichtige Spieler weniger an Bord hat. Die 7.845 Zuschauer in der Mannheimer Arena erlebten dann aber eine geglückte Revanche der Hausherren gegen den TuS Nettelstedt-Lübbecke für die Hinspielniederlage. Mit dem 30:24 Erfolg bleiben die Löwen weiter im Rennen um die Plätze zwei bis vier.

Das Bollwerk der Löwen (Foto: cls)

Bei den Gastgebern saß der Stachel der Last-Minute-Niederlage noch ziemlich tief, denn er bescherte dem Team einen der unnötigen Punktverluste in dieser Saison. Entsprechend konzentriert ging die Sieben von Trainer Gudmundur Gudmundsson vor allem in der ersten Hälfte zu Werke. Die Gelbhemden bauten ein Abwehrbollwerk vor dem überragenden Torhüter Goran Stojanovic auf, dass zwar den ersten Treffer in dieser Begegnung hinnehmen musste, aber danach fast unüberwindbar war. Bis zur 20. Minute gelangen dem Team von Trainer Markus Baur nur noch zwei Treffer, so dass die Löwen schon auf 11:3 davon gezogen waren. Immer wieder waren es Oliver Roggisch und Zarko Sesum, die den Angreifern den Weg zum Tor dicht machten und den Badenern viele Ballgewinne brachten. Im Angriff der Löwen lief es zwar nicht ganz so wunschgemäß, denn es wurden einige Fehler produziert, aber dennoch bauten die Gastgeber den Vorsprung bis zur Pause auf 16:8 aus. Gegen Spieler wie Drago Vuckovic, Arne Niemeyer und Daniel Svensson nur acht Gegentore in einer Halbzeit zu zulassen war schon allerfeinste Sahne.

Michael Müller war viermal erfolgreich (Foto: cls)

Nach dem Wechsel hatten die Löwen „eine kleine Schwächephase“, wie Trainer Gudmundsson nach dem Spiel zugab, die die Gäste zunächst zu drei Toren in Folge kommen ließen, ehe Bjarte Myrhol mit seinem Tor den Lauf der Westfalen bremste. Die zweite Hälfte nahm insgesamt einen anderen Verlauf als der erste Durchgang. Die Abwehr der Badener bot nicht mehr die Konstanz, so dass auch Torhüter Stojanovic nicht mehr zu der Quote kam, die ihn vor der Pause mit zwölf Paraden glänzen ließ. Da die Torhüter auf beiden Seiten relativ wenig die Hände an den Ball brachten, wurde es mit insgesamt dreißig Treffern noch eine an Toren reiche Begegnung. Bis zur 50. Minute waren die Löwen auf 30:19 in Führung gegangen und hatten den Sieg schon sicher in der Tasche. Trainer Gudmundsson wechselte dann munter durch und gönnte einigen Akteuren aus der Startsieben eine Pause, was in Anbetracht der bevorstehenden Aufgaben mehr als verständlich war. Trainer Baur konnte mit seinem Team noch Ergebniskosmetik betreiben, so dass sich die Niederlage mit 30:24 dann noch freundlicher gestaltete.

Gästetrainer Baur musste anerkennen, dass die Gastgeber verdient gewannen hatten und ergänzte: „Wir müssen froh sein, dass wir am Schluss das Ergebnis noch in einen Abstand gebracht haben, mit wir noch zu Recht kommen. Um es positiv auszudrücken, können wir sagen, dass wir die zweite Hälfte gewonnen haben.“

Der Löwen Bändiger Gudmundsson hob noch einmal die sehr gute Abwehrleistung seines Teams in Hälfte eins hervor und lobte auch noch einmal die Torhüterleistung von Stojanovic in diesem Spielabschnitt. Für ihn war es auch bedeutend, dass sich die Torausbeute auf die gesamte Mannschaft verteilt hat. In der zweiten Hälfte kam es bei seinem Team zu zwei Schwächephasen, die für ihn verständlich waren, da er oft gewechselt hat, um seine Spieler etwas zu schonen. Er fügte hinzu: „Im großen und ganzen bin ich mit meiner Mannschaft sehr zufrieden. Ich finde, wir haben einen guten Handball gespielt und wachsen als Mannschaft immer mehr zusammen.“

Für die Löwen spielten:  Goran Stojanovic, Henning Fritz  -  Andy Schmid (1), Uwe Gensheimer (2/1), Oliver Roggisch, Zarko Sesum (4), Karol Bielecki (3), Robert Gunnarsson (1), Niklas Ruß (1), Michael Müller (4), Bjarte Myrhol (5), Krzysztof Lijewski (4), Ivan Cupic (5/2)

Für den TuS spielten:  Nikola Blazicko, Dario Quenstedt  -  Nicky Verjans (1), Mattias Gustafsson (3), Frank Loke (1), Drago Vuckovic (4), Artur Siodmiak, Tomasz Tluczynski (3/1), Daniel Svensson (3), Stephan Just (6/3), Arne Niemeyer (1), Tim Remer (2)

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