Löwen nahmen erfolgreich Revanche für Hinspielniederlage
16. Februar 2012 | 23:37 UhrToyota Handball Bundesliga
Rhein-Neckar-Löwen : TSV Hannover-Burgdorf 35:27 (18:14)
Karlsruhe (esch). Die Rhein-Neckar-Löwen sind im Augenblick stark von Verletzungssorgen geplagt und traten nur mit 8 vollwertigen Feldspielern an. Linkshänder Krzysztof Lijewski war ebenfalls angeschlagen, stellte sich aber dennoch der Mannschaft zur Verfügung. Das Team von Trainer Gudmundur Gudmundsson musste in dieser Situation gegen den Tabellenvierzehnten, den TSV Hannover-Burgdorf antreten, mit dem noch eine Rechnung von der Vorrunde zu begleichen war. Diese Aufgabe erledigte die „Rumpftruppe“ mit Bravour und schickte die Niedersachsen mit einer 35:27 Klatsche auf den Heimweg. Kapitän Uwe Gensheimer, der mit insgesamt vierzehn Treffern sein Können eindrucksvoll unter Beweis stellte, bemerkte zu der augenblicklichen Situation: „Jeder von uns hat, so glaube ich, noch mehr Verantwortung und so etwas kann dazu führen, dass man als Mannschaft noch enger zusammenrückt. Jeder muss auch vom Kopf her noch mehr dazu beitragen.“

Aufmerksame Löwen-Abwehr (Foto: cls)
Die Löwen ließen vom Anpfiff weg keinen Zweifel aufkommen, dass sie an diesem Abend die SAP-Arena als Sieger verlassen wollten. Zwar gingen die Gäste durch den Isländer Hallgrimsson in Führung, aber der Kapitän der Badener nahm die Verantwortung gleich in seine Hände. Mit vier Toren sorgte er dafür, dass seine Mannschaft in der Anfangsphase mit 5:2 vorne lag. Zwar verhalf die eine oder andere Unachtsamkeit in der Deckung den Gästen zu Treffern, die verhinderten, dass sich die Hausherren nicht schon frühzeitig absetzen konnten, aber die Gelbhemden ließen sich nie aufhalten. Unterstützt von einem gut disponierten Goran Stojanovic kamen die Badener oft zu Ballgewinnen, die sie in einfache Tore umsetzten, allen voran Uwe Gensheimer. Bis zum Pausenpfiff steuerte er sieben Treffer zur 18:14 Führung bei. Den Löwen gelang es mit dem schnellen Spiel nach vorne, die Niedersachsen immer auf Distanz zu halten. Die Chancenverwertung der Gastgeber war in der ersten Spielhälfte vorbildlich und trug wesentlich dazu bei, dass Gästetorhüter Puljezevic nie richtig ins Spiel kam und nicht zum Problem für die Löwen Angreifer wurde, wie es im Hinspiel der Fall war.
Nach dem Wechsel kamen die Schützlinge von Trainer Gudmundsson hellwach aus der Kabine und bauten in den ersten sieben Minuten den Vorsprung auf acht Tore aus. Mit dem Zwischenstand von 24:16 war auch schon eine

Kai Dippe in der HBL im Einsatz (Foto: cls)
kleine Vorentscheidung gefallen, denn die Löwen ließen sich die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Aus ihrer stabilen Abwehr trugen sich immer wieder schnelle Angriffe vor, die zur Freude der 3.924 Zuschauern auch effektiv in Tore umgesetzt wurden. In der 46. Minute verwandelte Bjarte Myrhol einen artistischen Rückpass von Gensheimer zum 29:19, der ersten zweistelligen Führung. Das Publikum honorierte die konzentrierte Leistung der Akteure, die an diesem Abend das Löwentrikot trugen und trotz der geringen Wechselmöglichkeiten das Tempo konstant hoch hielten. Beim Spielstand von 34:23 brachte Gudmundsson die beiden A-Junioren Nicolas Hermann und Kai Dippe zum Einsatz, die über ihren ersten Auftritt in der Bundesliga auch nach dem Schlusspfiff noch sichtlich beeindruckt waren. In den letzten Minuten kamen die Niedersachsen noch zu einer kleinen Ergebniskorrektur ohne aber die deutliche 35:27 Niederlage verhindern zu können.
Trainer Gudmundsson und Manager Thorsten Storm waren vom Einsatzwillen ihrer Mannschaft beeindruckt und zeigten sich sichtlich zufrieden.
Für die Löwen spielten: Stojanovic, Fritz – Müller (3), Schmid (1), Bielecki (5) – Cupic (2), Gensheimer (14/2) – Myrhol (3) – Roggisch, Gunnarsson (5), Lijewski (2), Dippe, Ruß, Herrmann.
Für den TSV Hannover-Burgdorf spielten: Puljezevic, Semisch (ab 39.) – Hallgrímsson (4), Olsen (3), Jurdzs (1) – Johannsen (1), Lehnhoff (2/1) – Svavarsson (5) – Przybecki (4), Buschmann (1), Jonsson (5), Repke (1), Rydergard, Gogol.
Stimme zum Spiel:

Uwe Gensheimer (Foto: cls)
Uwe Gensheimer: „Wir waren über das gesamte Spiel präsent und haben gezeigt, dass heute nur einen Sieger geben konnte. Vor allem nach dem Wechsel haben wir unser System runter gespielt und haben bewiesen, dass wir weiter konzentriert waren und den Sieg auch verdient haben. Wir haben noch einmal einige Videosequenzen aus dem Hinspiel genauer angesehen und wollten einige Fehler nicht machen. So wollten wir die Chancenverwertung besser gestalten, damit Puljezevic nicht heiß laufen zu lassen wie im Hinspiel. Als ich heute in die Arena kam, habe ich auch gedacht, dass wir lange nicht mehr hier waren. Aber es hat heute richtig Spaß gemacht und das Spiel hat auch dazu gepasst.“
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