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Starkes Spiel mit unglücklichem Ausgang

26. März 2012 | 11:36 Uhr

Handball Badenliga

Frauen

TSG Ketsch II   :    Turnerschaft Mühlburg          30:29     (14:12)

Karlsruhe (bb).  Am Samstag, den 24.03.2012 trafen die Damen der TSM auf die TSG Ketsch. Schon im Vorfeld war klar, dass dies kein einfaches Spiel werden sollte. Für die Mühlburgerinnen geht es noch um alles, Ketsch hat den zweiten Platz in der Badenliga sicher.

Gleich zu Beginn startete Mühlburg durch und beide Mannschaften waren spielerisch gleichauf. Für Mühlburg eine kleine Sensation. Man präsentierte sich den Gastgeberinnen gegenüber nicht als drittletzter der Tabelle, sondern als gleichrangige Mannschaft, die bis zur letzten Minute um die zu vergebenen Punkte kämpfen wollte.

Zunächst dauerte es eine Weile, bis man sich an das „Geharze“ der Damen aus Ketsch gewöhnt hatte, die freundlicherweise ihren Harztopf auch den Gegnerinnen aus Mühlburg zur Verfügung stellten. Viele Chancen wurden zu diesem Zeitpunkt des Spiels liegengelassen. Da jedoch der Ärger über vergebene Chancen bekanntlich nicht weiterhilft, folgten die Mühlburgerinnen dem Motto der 1. Herrenmannschaft: „Immer weiter, immer weiter“.

Mit einem Stand von 14:12 trennte man sich in die Halbzeitpause. Zehn Minuten durchatmen waren bei diesem kräftezehrenden Spiel dringend nötig.

Nach dem Anpfiff zur zweiten Spielhälfte legten sich beide Mannschaften wieder ins Zeug. Mühlburg wurde besser und konzentrierter im Abschluss und ging zwischenzeitlich sogar in Führung. Doch auch die Ketscherinnen ließen nicht locker. Sie konterten blitzschnell und erzielten mehrere Tore in Folge. Kurz vor Ende der Partie geriet die TSM in einen zwei-Tore-Rückstand. Nervosität machte sich breit. Doch von Aufgeben war keine Spur.

Tom Gronki gab 1 Min. 30 Sek. vor Spielende den Befehl die Abwehrformation aufzulösen und in eine Manndeckung überzugehen. Die Wirkung war verblüffend. Zwei Angriffe für Ketsch und zweimal landete der Ball in Mühlburger Hand. Ein schnelles Tor von Stefanie Greuter verkürzte auf 30:29. Der Gegenangriff von Ketsch wurde wieder erfolgreich abgewehrt und Mühlburg hatte noch 30 Sek. für einen letzten Angriff. Es wurde ein Krimi: Stefanie Greuter kämpft sich erneut durch die Abwehr. Die Schiedsrichter entscheiden sich für einen Freiwurf. Es sind noch 3 Sekunden zu spielen. Viktoria Kühn greift zum Ball, knickt ab, Schuss, Pfosten! Dann ertönt der Schlusspfiff.

So viel Pech kann eine Mannschaft gar nicht haben! In der langen Serie der Niederlagen endeten zahlreiche Spiele auf diese Weise. Das Glück ist einfach kein Mühlburger!

Es spielten: Heidi Mußgnug, Miriam Käfer (beide Tor), Stefanie Greuter (4), Christina Birner (1), Lisa Diebold (4), Viktoria Kühn (6/2), Verena Eiffler (2), Anja Käfer (1), Eva Streicherova (5/1), Claudia Karnacewicz (6), Daniela Kopf.

Quelle:  Thomas Kammerer, Turnerschaft Mühlburg

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