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Die Turniere in Langensteinbach boten guten Sport

13. Juni 2011 | 23:27 Uhr

Langensteinbach (esch). Am Pfingstsonntag und –Montag wurde das 43. Handballturnier des SV Langensteinbach fortgesetzt. Der Sonntag war den Turnieren der Damen und Herren vorbehalten.

Bei den Damen gingen 30 Mannschaften an den Start und ermittelten in der Vorrunde in den sechs Gruppen die Teilnehmer für das Viertelfinale. Die vier Begegnungen der ersten Finalrunde brachten spannenden Sport und zum Teil sehr knappe Entscheidungen. Die TSG Ketsch machte im Viertelfinale den besten Eindruck und galt auch für das Halbfinale als Favorit. Die Nordbadnerinnen trafen in der Vorschlussrunde auf den HSV Alzey, die zuvor die Gastgeberinnen vom SV Langensteinbach aus dem Turnier warfen. Die TSG schaltete das Team aus dem Nachbarland Rheinland-Pfalz deutlich mit 8:1 aus. In der zweiten Begegnung unterlag das Mannheimer Team vom SSV Vogelstang dem saarländischen Vertreter DJK Marpingen. Im kleinen Finale behielt der HSV Alzey die Oberhand über den badischen Vertreter aus Mannheim. Gespannt waren die Zuschauer auf das Aufeinandertreffen zweier alter Bekannten. Die TSG Ketsch und die DJK Marpingen trafen schon oft in Pflichtspielen der zweiten Bundesliga aufeinander und hatten nun im Finale wieder das Vergnügen. In einer Begegnung auf Augenhöhe setzte sich letztendlich der Aufsteiger in die zweite Bundesliga, die TSG Ketsch, mit 12:10 gegen die saarländischen Kontrahentinnen durch.

Bei den Herren nahmen 33 Mannschaften den Wettkampf auf. Nach der Vorrunde hatten sich acht Teams für das Viertelfinale qualifiziert, die allesamt zu den Favoriten gezählt wurden. Der Schweizer Vertreter TV Steffisburg behielt mit 9:7 gegen Kornwestheim die Oberhand, während der Absteiger aus der Dritten Liga, die SG Pforzheim/Eutingen, sich deutlich mit 6:1 gegen den OFC Handball Offenbach durchsetzte. Im dritten Spiel dieser Finalrunde konnte die HSG Oberrhein die SG Sobernheim mit 5:3 bezwingen. In der letzten Partie konnte der gastgebende Landesligist einen knappen 3:2 Sieg gegen den TV Weingarten erzielen. Die Eidgenossen erreichten das Finale durch einen hart erkämpften 8:7 Erfolg gegen die HSG Oberrhein, während sich die Goldstädter von der SG PF/Eutingen deutlicher gegen den SV Langensteinbach den Finaleinzug sicherten. Im kleinen Finale unterlagen die Gastgeber sehr deutlich mit 3:10 gegen die HSG Oberrhein, die sich in der Mehrzahl aus Spielern der ehemaligen BHV-Auswahl von 1989/90 bildete. Im Endspiel standen sich die beiden Teams gegenüber die die Experten von Beginn an dort erwartet hatten. Die Eidgenossen aus Steffisburg und der badische Vertreter aus Pforzheim lieferten sich einen offenen Schlagabtausch und konnten nach regulärer Spielzeit, sowie nach Verlängerung noch keinen Sieger vorweisen. Die Ausschreibung sah dann das Siebenmeterwerfen vor, bei dem von jeder Mannschaft fünf Spieler antreten mussten. Die Schweizer zeigten gute Nerven und verwandelten alle Möglichkeiten, während ein Pforzheimer Akteur mit einem Heberversuch am Torhüter der Eidgenossen scheiterte. Steffisburg erreichte somit den Turniersieg vor der SG Pforzheim/Eutingen.

Der letzte Turniertag blieb den jüngeren Jahrgängen der Jugend vorbehalten, bei denen sich allerdings nur wenige Mannschaften angemeldet hatten. Die Turniere ergaben folgende Platzierungen:

MC

1. SV Langensteinbach
2. SG Albersweiler
3. TV Alzey

MD

1. SG Albersweiler
2. TV Alzey 1
3. SV Langensteinbach

ME

1. TV Alzey 1
2. SV Langensteinbach
3. TV Alzey 2

Aus dem Endspiel der Damen (Foto: cls)

Gleichzeitig trugen auf den Beach-Feldern die Damen und Herren ihre Turniere aus. Obwohl viele der Akteure schon den dritten Tag aktiv waren, boten sie im sandigen Spielfeld sehr gute Leistungen und herrlichen Handball.

Das Damen-Turnier ergab folgende Reihenfolge:

  1. TG Waldsee
  2. KuSG Leimen
  3. Leonberg
  4. TGS Pforzheim

Das Herren-Turnier endete mit folgender Platzierung:

  1. TGS Pforzheim
  2. HV Dillingen
  3. TG Waldsee
  4. Universität Karlsruhe

Szene aus dem Herren Endspiel (Foto: cls)

Der Abteilungsleiter des SV Langensteinbach Handball Bernd Mutschler äußerte sich gegenüber dem BB zum Ablauf des Turniers.

Bernd Mutschler_ SV Langensteinbach (Foto: cls)

Mutschler:  „Wir hatten dieses Jahr die 43. Auflage unseres Pfingstturniers. Wir hatten in diesem Jahr wieder eine höhere Teilnehmerzahl. Es waren etwas mehr als 150 gemeldete Vereine, wobei manche Mannschaft mehrmals an den Start ging, also zum Beispiel bei den Herren, im „Er & Sie“-Turnier und im Beach-Turnier antrat. Man kann auch Unterschiede im Verhalten der Teams erkennen. Einige nehmen es nicht so ernst und wollen vor allem Spaß haben.

Die geringe Meldezahl bei den Jugendmannschaften mache ich in erster Linie am Termin fest. Da an Pfingsten meistens Ferien liegen, fehlen den Vereinen oft die Spieler, so dass sie auf Turniere in dieser Zeit verzichten.

Wichtig für uns sind die guten Bedingungen, die wir beim SV Langensteinbach haben. Der Rasenplatz und die Beach-Felder schaffen mehr Möglichkeiten. Die Zelthalle hilft uns bei der Bewirtung der vielen Mannschaften und ermöglichte unseren vielen Helfern bessere Bedingungen bei ihrer Arbeit. Trotzdem bin ich stolz, dass wir die Helfer fast alle aus unserer Abteilung rekrutieren können. Wir haben auch dieses Jahr wieder schöne Turniertage erleben dürfen.“

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