KSC-Coach Andersen: “Es tut wahnsinnig weh”
18. Dezember 2011 | 7:58 UhrKarlsruhe (mia). Für den Fußballzweitligisten Karlsruher SC wird die Luft nach der 1:3 (0:1)-Heimniederlage gegen 1860 München immer dünner. Dass man sich in der Winterpause verstärken muss, daran besteht kein Zweifel mehr. Allein das „Wo“ bereitet Probleme. Es mangelt an Qualität an fast allen Positionen im Kader: „Es ist überall nötig“, so KSC-Manager Oliver Kreuzer.
Wie schon so oft in dieser Saison zuvor, waren es die Standards sowie auch die eigene Unkonzentriertheit und Ungenauigkeit, die den KSC ins Schwitzen brachten. So waren noch keine zwei Minuten gespielt im Wildparkstadion, als nur das Aluminium den KSC vor dem frühen Rückstand bewahrte. In der 32. Minute allerdings rettete nichts mehr vor dem 1:0 der Münchner. Zwar erzielten die Tabellenvorletzten Karlsruher in der 72. durch Marco Terrazzino nach hervorragender Vorarbeit von Christian Timm das 1:1, Aigner nach Freistoß (80.) und Bierofka (87. FE) besiegelten die Heimniederlage.
„Wir waren nicht besser. Es gab Phasen in der zweiten Halbzeit, wo wir ein optisches Übergewicht hatten. Aber nur, weil 1860 dachte, dass es ausreicht, das 1:0 zu verwalten. Der Ausgleich für uns war verdient, aber wenn du dann so schwach agierst, dann hast du es auch nicht verdient, zu gewinnen.“ Nach dem Ausgleich hatte sich der KSC schlecht angestellt nach dem Freistoß, den die Münchner effektiv ausnutzten. „Wir waren schlecht in dieser Situation“, analysierte KSC-Manager Kreuzer im Anschluss verärgert. „Insgesamt macht dich sowas kaputt.“ Insgesamt sei es einfach zu wenig gewesen vom KSC.
Ausgerechnet, der in der Vorbereitung zur Saison aussortierte Christian Timm, war bester Mann auf dem Platz. „Im Nachhinein war es ein großer Fehler vom Verein, Christian zu bestrafen und nicht aufzubieten“, so Kreuzer, und bestätigte, dass es nicht der Fehler von KSC-Coach Jörn Andersens Vorgänger, Rainer Scharinger war, dass Timm dem Verein nicht helfen durfte, sondern der Fehler „vom Verein“.
KSC-Kapitän Alexander Iashvili haderte mit der Chancenverwertung: “Das 2:1 darf nicht passieren. Die schießen ein Mal aufs Tor und treffen. Wir nutzen unsere Chancen nicht. Es ist unglaublich. Zum Glück ist das Jahr vorbei. Was den Fußball angeht war es kein gutes Jahr. Wir müssen weiter arbeiten.”
“Leider ist es Fakt hier, wir bereiten uns vor, aber wenn wir nicht im Stande sind, das 1:1 zu halten, dass müssen wir uns Gedanken machen wie es weiter geht”, so Andersen.
Andersen zeigte sich mit dem Aufwand seines Teams zufrieden. „kämpfen, rennen“ und Siegeswille habe er gesehen beim KSC. „Aber wir haben deutlich gesehen, dass es an Qualität fehlt. Es tut wahnsinnig weh.“
Nun heißt es in der Winterpause „durchatmen“, sich verbessern und nach der Winterpause „auf den Reset-Knopf zu drücken“, so der KSC-Coach.
Es bleibt nur zu hoffen, dass er diesen findet und der KSC den Sprung aus dem Abstiegssumpf schafft.
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3 Kommentare
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Warum laesst man junge leute wie den schiek nicht spielen die kommen aber da handelt es sich momentan nur um blinde vom trainer bis zum sportdirektor sorry ist so
http://www.boulevard-baden.de/lokalsport/fussball/zweite-bundesliga/2011/11/06/ksc-coach-andersen-wird-training-intensivieren-441885/
Und ich sollte Recht behalten … Jörn Andersen als Trainer zu holen war das Ticket in Richtung Abstieg! Er war kein guter Trainer, ist kein guter Trainer und wird vermutlich auch nie einer sein.
Man muss sich nur mal die Statistiken von Andersen in den letzten Jahren anschauen. Den letzten Punkt aus einem Pflichtspiel hat Jörn Andersen vor über 2,5 Jahren am 24.05.2009 noch beim Aufstieg des FSV Mainz in die 1. Liga geholt. Seitdem steht seine Bilanz bei 10 Spielen, 0 Punkten und 4:23 Toren.
Wenn der KSC schon keine Mittel für einen vernünftigen Kader hat muss wenigstens ein Trainer her der in der Lage ist die Jungs zu motivieren und das Optimum aus ihnen heraus zu holen. Alternativen gäbe es ja genug. Lienen, Sasic, Neururer, Schuster, Buchwald, Hyballa.
Ohne einen radikalen Schnitt in der Winterpause wird das nichts mehr und der Verein steuert geradeaus in Richtung Insolvenz. Aber wer tut sich das jetzt noch an?
Und mit sehr viel Glück holt Hansa „nur“ einen Punkt und wir stehen verdient auf dem letzten Platz…
Oh je Oh je, KSC…