KSC-Bruderduell in Aue: “Er macht keine Gefangenen”
6. August 2011 | 15:00 UhrKarlsruhe (mia). Wir zeigen erfrischenden Angriffsfußball. Manchmal fehlt aber noch die Stabilität“, resümiert der Coach des Fußballzweitligisten Karlsruher SC Rainer Scharinger, die bisherige Leistung seines Teams. Nach zwei Siegen, im ersten Ligaheimspiel gegen den MSV Duisburg sowie der ersten Pokalrunde gegen Alemannia Aachen, habe man gute Ansätze erkennen können. Auch die Niederlage gegen 1860 München sei lediglich vom Ergebnis her schlecht.
Natürlich gebe es noch einiges zu verbessern, so der KSC-Coach, Strukturen seien aber erkennbar. Für ein Zwischenfazit sei es aber noch viel zu früh. Man müsse erst sieben oder acht Spiele abwarten. Noch sei die Mannschaft, aber auch die Liga, zu wackelig, zu ungenau“, um sie ernster zu beurteilen.
Der Sieg im Pokal am vergangenen Sonntag sei schön und es sei wichtig, das Erfolgsgefühl mit ins Spiel zu nehmen, aber das mit voller Konzentration auf die Liga. Denn drei Hammerspiele, ja sogar harte Nüsse“, sieht Scharinger mit den nächsten drei Partien gegen Aue, Braunschweig und Cottbus auf die Blau-Weißen zukommen.
Und so schickt sich der KSC am Sonntag um 13.30 Uhr in Aue an, die schwere Prüfung“ zu bestehen. Welche Startelf er auf den Platz schickt, ließ Scharinger noch offen. Dass es aber für ihn keinen Grund gebe, die Anfangsformation aus der Pokalpartie zu ändern, stellte er auch fest. Ob erneut Patrick Milchraum für Thorben Stadler in Aue beginnen würde sei noch offen und entscheide sich im Abschlusstraining, so Scharinger. Bei beiden Spielern gebe es Dinge, die für sie sprechen und beide hätten noch Nachholbedarf.
Kempe-Bruderduell
Ein besonderes Duell wird die Partie für Dennis Kempe, ein Spieler, der den erfrischenden Fußball auf dem Platz zeigt. Sein Bruder Tobias spielt bei Aue und es wird das erste Aufeinandertreffen der beiden sein. Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Er ist wie Steffen Haas und Dirk Orlishausen angekommen in Liga Zwei“, erhielt der 25-Jährige vor der Partie Lob von seinem Coach.
Kempe sei genau der robuste“ Spieler, den er haben wollte: Er hat zwar noch einige Dinge aufzuarbeiten“, aber wenn er rangehe, dann scheppert“ es schon einmal. Er macht keine Gefangenen.“
Besonders der Einstellung Kempes zollt Fußballlehrer Scharinger großen Respekt. Kempe sei nie mit sich zufrieden“, möchte sich immer verbessern. Er komme oft vor dem Training und bleibe länger, trainiert mehr – er ist sehr engagiert, ein Beispiel für andere“.
Welcher der Brüder als Sieger aus dem Duell herausgeht, zeigt sich ab 13.30 Uhr im Sparkassen Erzgebirgsstadion.
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Doll!!!
Immer schön die Gegner stark reden!!!