Besserer KSC muss 1:1 gegen Aue nach nicht gegebenem Tor hinnehmen
10. April 2011 | 15:19 UhrAue/Karlsruhe (mia). Fußballzweitligist Karlsruher SC hatte noch nie in Aue gewinnen können, auch am Sonntagmittag nicht. Der KSC bestimmte nach faden ersten zwanzig Minuten zweikampfstark und koordiniert agierend das Spiel. Trotz 75-minütiger verdienter Führung für die Karlsruher Gäste, endete die Partie gegen einen schwachen Gastgeber aus dem Erzgebirge mit einem für den KSC unglücklichen 1:1-Unentschieden.
“Zaubern kann man nicht, aber wir versuchen immer ein paar Prozent draufzulegen”, so KSC-Chefcoach Rainer Scharinger vor der Partie und forderte von seiner Mannschaft, hart zu kämpfen, auch mit “zerrissenem Hemd”.
Zum Zaubern aufgelegt war auch keine der beiden Mannschaften in den ersten 20 Minuten der Partie. Dementsprechend wenig passierte auch nur. Sowohl Aue als auch der KSC zeigten kaum nennenswerte Aktionen, das Spiel plätscherte vor sich hin.
Eine Schrecksekunde für die Karlsruher kam in der 25. Minute, als Enrico Kern ins Karlsruher Tor einnetzt, die Fahne aber war bereits oben, Schiedsrichter Bastian Dankert entscheidet auf abseits.
In der 28. hatte dann der KSC seine erste wirkliche Chance durch Alexander Iashvili, der frei aufs Auer Tor abziehen kann. Aue-Keeper Hännel aber ist zur Stelle.
Der folgende Konter führte zur ersten Prüfung von Luis Robles, der das KSC-Tor aufgrund der Verletzung von Kristian Nicht hütete. Ramajs Schuss kann er locker halten.
Das Spiel nahm an Fahrt auf, beide Mannschaften besannen sich nun darauf, dass ein Punkt weder den abstiegsbedrohten Karlsruhern noch den Auern nützten, die sich noch Aufstiegschancen ausrechnen. Beide Teams konnten ihre Chancen jedoch zunächst nicht nutzen.
Beide Mannschaften standen in der Abwehr kompakt und warteten auf Fehler des Gegners. Ein solcher unterlief den Gastgebern zuerst, indem sie den KSC-Kapitän unbedrängt die Vorlage zum ersten Tor des Spiels machen ließen.
Es war Marco Terrazzino (37.), der bei seinem Startelf-Debüt die Karlsruher jubeln ließ. Er nahm nach Flanke von Iashvili den Ball volley und netzte unhaltbar für Hännel zum 1:0 für den KSC ein.
In der Folge war es der KSC, der das Spiel gegen geschockte Auer bestimmte und versuchte die Führung noch vor der Halbzeitpause auszubauen, was allerdings nicht gelang. So ging es verdient für die Karlsruher Gäste mit der 1:0-Führung gegen die heimstärkste Mannschaft der Zweiten Liga in die Kabine.
Aue kam besser aus der Kabine, der KSc bestimmte aber noch immer das nun schnellere Spiel. Gerade einmal zwei Minuten waren nach der Pause gespielt, als Macauley Chrisantus den Ball aufs Auer Tor schießt, Aue-Keeper Hännel rettet scheinbar auf der Linie. Ärgerlich für den KSC, das wäre das 2:0 für die Gäste gewesen, denn der Ball war vollständig über der Linie. So bleibt es beim 1:0.
Gefährlich wurde es nach einem Standard dagegen für den KSC. In der 52. entschied Dankert auf Freistoß für die Gastgeber, die sich mehr ins Spiel kämpften. Den Schuss von Curri kann Luis Robles aber abwehren.
Nur kurz darauf rettete Stefan Müller (55.), der schneller am Ball ist als Kern, nach Auer Ecke den KSC vor dem Ausgleich, als die Karlsruher den Ball nicht aus dem Strafraum bekommen.
Der KSC griff weiter an. So hatten Delron Buckley (58.), Chrisantus (59.) und Müller (60.) gute Chancen, scheiterten aber an den Auern. Das Glück spielte auch beim Schuss von Timo Staffeldt nicht für den KSC. In der 62. steht er alleine vor dem Auer Keeper, der Staffeldts Schuss knapp übers Tor lenken kann.
Die Auer wussten den Karlsruhern kaum etwas entgegen zu setzen, die sich vom Tabellenfünften nichts gefallen ließen.
Glücklich für Aue war der Ausgleich zum 1:1 in der 75. Minute. Robles kann den Schuss zunächst klären, Rene Klingbein kommt völlig unbedrängt von der Karlsruher Abwehr zum Nachschuss. Der Ball wird von Thorben Stadler unhaltbar für Robles ins Tor abgefälscht.
Der KSC versuchte, die erneute Führung zu erlangen, Auer ging aber aggressiver ins Spiel und hielt dagegen.Einen Freistoß nach Foul an Michael Mutzel schießt Iashvili übers gegnerische Tor. Ein Auer Freistoß in der Nachspielzeit konnte am 1:1-Endstand nichts mehr ändern.
Scharingers Elf musste trotz besserer Leistung und Führung und nicht gegeben Tors das 1:1-Unentschieden hinnehmen.
KSC: Robles – Zimmermann, Müller, M. Langkamp, Stadler – Mutzel – Terrazzino (84. Groß), Staffeldt, Iashvili (89. Zoller), Buckley – Chrisantus (90. Porcello)
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