Die große Verunsicherung
20. April 2010 | 14:14 Uhr2. Bundesliga: Der ASV Hagsfeld unterlag dem VfL Sindelfingen deutlich 1:4

Machte fast alle Tore für den VfL Sindlfingen: U19-Auswahlspielerin Nicole Rolser, hier nach dem Spiel vor dem Vereinsheim des ASV Hagsfeld. (Foto: Hannes Blank).
Karlsruhe-Hagsfeld (hbl). Am 19. Spieltag der zweiten Bundesliga Süd verlor der ASV Hagsfeld sein Heimspiel gegen den VfL Sindelfingen 1:4. Der Abstieg der Hagsfelderinnen in die Regionalliga ist damit besiegelt. ASV-Trainer Martin Bieser kommentierte: „Das Spiel war schon nach 10 Minuten verloren. Die ASV-Spielerinnen wirkten wegen des drohenden Abstieges bei jeder Aktion verunsichert“. Bereits in der zweiten Minute lag der Noch-Bundesligaverein 0:1 zurück.
Unter den Augen von 110 Zuschauern wurden alle schwäbischen Treffer von den Schwestern Nicole (3 Tore) und Nadine (1 Tor) Rolser erzielt. Das einzige ASV-Tor machte Claudia Weigand in der 60. Minute. Ihr Ball wurde zwar noch von Sindelfingens Keeperin und Österreichs Nationaltorhüterin Lena Nuding erreicht, sie lenkte ihn aber so auf den Pfosten ab, dass er doch noch ins Netz ging. Die Handvoll mitgereister VfL-Anhänger, unter ihnen der langjährige Fan Philipp Bauermann, waren voll des Lobes für die ASV-Stürmerin Weigand: „Die ist schnell!“. Selbige ackerte, hatte es aber nicht leicht gegen den Gegner, denn Trainer Nikolaos Koutroubis hatte die stärkste Elf auf den Platz geschickt. Unter ihnen zwei U19-Auswahlspielerinnen, Leonie Maier und Torschützin Nicole Rolser. „Die halbe Bundesliga ist hinter Leonie Maier her“ berichtete VfL-Teammanager Stefan Zöller. Für den Verein zählt die B-Jugend fast noch mehr als die erste Mannschaft: „Wir wollen eine starke Jugend integrieren, über einen Etat von 500.000 Euro für eine Saison, wie Bayer Leverkusen ihn hat, verfügen wir bei weitem nicht!“ ergänzte er. Die Stärken des VfL Sindelfingen würden in der starken Abwehr (bis dato nur 8 Gegentore) und in ihren Kontern liegen, so Zöller.
Die ASV-Mannschaft zeigte neben Claudia Weigand noch in Person von Sabrina Dirks Selbstvertrauen. Letztere knallte in der 82. Minute einen Freistoß über die Mauer des VfL hinweg auf den schwäbischen Pfosten.
Am nächsten Sonntag, den 25. April, müssen die Hagsfelderinnen zu Tabellenführer Bayer 04 Leverkusen, ihr vorerst letztes Bundesliga-Heimspiel werden sie am 2. Mai um 14 Uhr gegen den FCR 2001 Duisburg II austragen.
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