KSC II-Coach Zinnbauer: “Jetzt zählt es Gas zu geben”
16. Februar 2013 | 16:55 Uhr
Foto: mon
Karlsruhe (mia). Noch eine Woche ist Zeit bis die Oberligamannschaft des Karlsruher SC am kommenden Samstag um 14 Uhr zum Nachholspiel beim FSV Hollenbach antreten muss. Nach dem heutigen Testspiel beim 1. FC Kieselbronn endet dann die Vorbereitung in der Winterpause. Das Ziel, den Klassenverbleib zu schaffen, hat oberste Priorität – “Gas geben” heißt die Devise.
Einige krankheits- und verletzungsbedingte Ausfälle erschwerten die Vorbereitung des Oberligisten, so KSC II-Coach Joe Zinnbauer, der 2012 zwangsweise mit dem Team aus der Regionalliga absteigen musste, da die erste Mannschaft in Liga drei abstieg. 16 neue Spieler bedeutete dies, 14 davon aus der eigenen Jugend. Junge Spieler, die in der Oberliga gegen Mannschaften mit Ex-Profis, wie Ex-KSCler Serhat Akin bei Grunbach, und älteren Spielern antreten müssen. Auf Platz 17 endete die Spielzeit 2012, 2013 will der KSC II nun in die Nichtabstiegszone zurück.
Zusätzlich sollen vier Winter-Neuzugänge im Abstiegskampf helfen. Chris Jones war in der Jugend beim KSC. “Wir sind überzeugt von seiner Qualität, konnten ihn aber noch nicht spielen sehen” – verletzungsbedingt. Justin Merz, talentierter Torwart, kam zum KSC II, da Maximilian Reule oft bei den Profis weilt. Japaner Masashi Ikebe hat ebenfalls Perspektive. Der Neuzugang, der im Feld helfen kann, Jose Caballero, kennt die Oberliga aus Grunbach. Er hat ebenfalls noch ein wenig Trainingsrückstand, ist aber “ein wichtiger Mann für uns”, so Zinnbauer.
Die Vorbereitung war top geplant, verlief aber nicht so optimal, so Zinnbauer. Ein Trainingslager in Malsch, Mentaltrainer, Fitnesstrainer und Ernährungsberater helfen der U23 des KSC kostenfrei, um insbesondere auch noch Beweglichkeit und Reaktionsschnelligkeit weiter zu entwickeln.
Das einzige Problem: es waren viele Spieler krank, sodass Zinnbauer bei Testspielen zuletzt nur mit 13 Spielern plus Torwart spielen konnte, – “da ist der Kräfteverschleiß groß”.
“Wir haben versucht, es trotzdem hinzukriegen. Die Spieler haben gut mitgezogen.” Aber es fehlen gerade im taktischen Bereich die Spieler krankheitsbedingt – die Kompaktheit fehlte. Das merke man im Spiel.
Eigentliche Stammspieler wie Lukas Cambeis, Jan Biggel, Marc Kurzynski und Alexander Schoch fehlen seit Monaten. Das erste Training mit den meisten Spielern konnte erst Mitte dieser Woche erfolgen.
Aber Zinnbauer sieht es auch positiv. Im Sommer haben wir eine gute Vorbereitung gehabt, der Saisonstart verlief schlecht. Dieses Mal verlief die Vorbereitung holprig und Zinnbauer hofft dagegen auf einen guten Start in die Oberliga 2013. “Vielleicht ist es ein gutes Omen.” Die Ergebnisse in der Liga sind es, die zählen, so der Trainer.
Der Funke müsse überspringen, gerade bei den 14 Spielern aus der A-Jugend. “Es ist ein großer Schritt zwischen Jugendspielen und Oberliga” – ein Lernprozess. Sie müssen sich “durchquälen” gegen abgeklärte Spieler, die 35 Jahre alt sind und wesentlich mehr Erfahrung haben. “Diese Lernphase haben wir hinter uns. Jetzt zählt es Gas zu geben.”
Die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht, sie sind wacher und reifer geworden, so der KSC II-Coach. Das Problem der Leichtsinnigkeit gebe es zwar immer noch, aber habe sich gelegt. Der Druck sei natürlich in Ligaspielen ein anderer als in Tests. Aber “die Schonfrist ist vorbei”. “Wir werden es schaffen”, so KSC II-Coach Zinnbauer.
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Klasse Mann, der Zinnbauer. Der KSC schafft den Klassenerhalt sicher!!! Viel Glück!11