KSC-Frauen fahren klaren Heimsieg ein
19. April 2011 | 15:47 UhrFrauenmannschaft gewinnt haushoch mit 7:0 trotz schlechter Chancenverwertung

Der VfL Munderkingen am Ball, ein eher seltenes Bild in einer Partie, die der KSC 7:0 gewann. Foto: Hannes Blank
Karlsruhe (hbl). Die Oberliga-Mannschaft der KSC-Frauen hält weiterhin erfolgreich an ihrem Platz im oberen Tabellenviertel fest. Mit dem 7:0-Sieg gegen den VfL Munderkingen haben sie ihren vierten Rang gefestigt.
Die einzige Torchance für den VfL fand bereits in der siebten Minute statt: Lisa Schick schoß aber über den Kasten von KSC-Torhüterin Luisa Diepold hinweg. Stattdessen machte Stephanie Krauth innerhalb von drei Minuten (9. und 12. Minute) zwei Tore für den Sport Club. Da wollten die anderen Spielerinnen nicht zurückstehen, aber sowohl Lena Trentl (15.) als auch Yvonne Schlinger (17. und 38.) verfehlten das Tor. Stephanie Krauth versuchte es selbst noch zweimal , aber der Ball wollte nicht ins Netz des VfL gehen. Anschlusstreffer des Gastes auf dem Platz des SV Germania waren allerdings ebenfalls nicht in Sicht: Munderkingens Vanessa Rampelt und Spielführerin Christine Rapp boten sich zwar oft an, aber Abwehrchefin Sandra Ernst hatte die Situation immer im Griff.
In der 41. Minute dann das 3:0 durch Yvonne Schlinger, kurz vor dem Abpfiff sogar noch das 4:0 durch Franziska Sparderna, da war das Glück auf Seiten des KSC: VfL-Torhüterin Steffi Thäder hatte den Ball eigentlich schon sicher, da schlüpfte er ihr noch durch die Finger.
Ein ganze Weile spielte man nur auf ein Tor, das setze sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Stephanie Krauth traf den Querbalken , Lena Trentl die Torhüterin (beides in der 57.). Angesichts dessen forderte Sandra Ernst „Für jede vertane Torchance zwei Euro in die Mannschaftskasse“. Es folgten noch Tore, und zwar von Carolin Braun (70.) und zwei von Melissa Zweigner (74. und 83.). In der 74. Minute kam Melia Smith für Luisa Diepold ins Tor des KSC, gefordert wurde die Ersatztorhüterin jedoch nicht.
Etwa 50 Zuschauer sahen den KSC bei angenehmen Frühlingswetter 7:0 siegen. Für VfL-Trainer Helmut Hummel war die Niederlage keine Überraschung, er musste wegen Personalmangel sogar die zweite Mannschaft des Vereins abmelden, um die erste einsatzfähig zu halten. „Da kann man nicht gewinnen!“ lautete sein Bekenntnis. Für die Munderkinger Frauen geht es den Rest der Spielzeit um den Klassenerhalt.
KSC-Abteilungsleiter Helmut Behr zog ein vorläufiges Saisonfazit: „Wir haben unsere eigenen Mädchen gefordert und auf die eigene Jugend gesetzt. Jetzt kommen 90% der Spielerinnen der ersten Mannschaft aus dem eigenen Haus. Mit dem, was wir bisher erreicht haben, sind wir zufrieden. Jedes Jahr wollen wir vier bis fünf Nachwuchsspielerinnen integrieren“.
Am Ostermontag muss die KSC-Truppe zum SC Klinge Seckach in den Neckar-Odenwaldkreis. Die ehemaligen Bundesligisten stehen derzeit mit 14 Punkten nur einen Platz von den Abstiegsrängen entfernt. Das nächste Heimspiel der KSC-Frauen findet am 30. April statt: Gast ist um 14 Uhr der SV Sülzbach.

Stephanie Krauth (blaues Trikot Bildmitte) war bis zu ihrer Auswechselung in der 70. Minute kaum zu stoppen. Foto: Hannes Blank.
Hier geht es zur Bildergalerie der Begegnung KSC gegen VfL Munderkingen.
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