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2. Bundesliga Süd: SC Sand Trainer Dewes will die Mannschaft in ein besseres Licht rücken
14. Oktober 2010 | 14:00 UhrWillstätt-Sand (bb). Am Sonntag um 14 Uhr treffen die Frauen des SC Sand in der 2. Fußball Bundesliga Süd im heimischen Kühnmattstadion auf den ehemaligen Erstligisten TSV Crailsheim. Nach der ernüchternden 2:6 (1:0) Niederlage am Wochenende beim Aufsteiger 1. FFC 08 Niederkirchen ist vor der zweiwöchigen Spielpause Wiedergutmachung angesagt. Nicht mal bei den Aufstiegsfavoriten SC Freiburg und 1. FC Köln sind die Sander Frauen so unter die Räder gekommen wie in Niederkirchen. Sechs Gegentreffer in einer Halbzeit, fünf davon von nur einer Spielerin erzielt, gab es in der siebenjährigen Zweitligageschichte des Ortenauer Vereins noch nie. Anstatt sich im Kampf um den Klassenerhalt beim Aufsteiger drei wichtige Punkte zu erspielen, ging Sand im zweiten Durchgang unter. SC-Trainer Oliver Dewes beschönigte auch mit drei Tagen Abstand nichts am Spiel seiner Elf in der zweiten Halbzeit: „Das war desolat und für uns alle ein herber Rückschlag sowie eine große Enttäuschung.“ Für ihn ist es weiter unerklärbar, warum die Mannschaft nach dem frühen Ausgleich kurz nach der Pause sämtliche Ordnung und Organisation grundlos aufgab. Obwohl Sand die Begegnung im ersten Durchgang im Griff hatte. „Ich denke, dass die Mannschaft die Situation nicht begriffen hat, in der wir uns befinden“, fuhr Dewes fort. Es müssen Punkte in Richtung Klassenerhalt gesammelt werden und Dewes hofft, die Vorstellung in Niederkirchen öffnet allen Beteiligten die Augen, „dass es mit 50, 60 Prozent Leistung gegen keinen Gegner reicht.“ Nun steht Sand im Heimspiel gegen Crailsheim wieder unter Zugzwang. Anstatt gegen die Mannschaft aus Franken um eine bessere Platzierung zu spielen, muss der SC aufpassen, nicht noch weiter nach unten durchgereicht zu werden. Vom Vierten Crailsheim ist Sand nun fünf Punkte entfernt, zum Abstiegsplatz elf sind es gerade zwei Zähler. „Sobald wir einen Schritt nach vorne machen könnten, gelingt uns das nicht. Dafür sind wir selbst verantwortlich. Egal, wer unser Gegner ist“, so Dewes. Daher erwartet er gegen Crailsheim eine Rehabilitation der Leistung vom vergangenen Wochenende. Ohne Anspruch darauf, ein gutes Spiel zu sehen, sondern im kämpferischen Bereich sowie in der Einhaltung der taktischen Grundordnung. Natürlich sei die personelle Situation mit zahlreichen verletzten und kranken Spielerinnen nicht gerade rosig, aber dies darf nicht als Ausrede gelten: „Ich erwarte lediglich, dass sich die Mannschaft zerreißt, um sich selbst in ein besseres, anderes Licht zu rücken.“
Quell: uk
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