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KSC verhöhnt: “Ihr wollt dritte Liga sein?”

5. August 2012 | 9:30 Uhr

VfB II vs KSC Fotos: dok

Stuttgart (mia). Auch in Stuttgart war für den Karlsruher SC nichts zu holen. Die Drittligapartie des KSC gegen den VfB II vor 19.970 Zuschauern endete mit einer 0:2-Niederlage für den KSC. Enttäuschend die Leistung der Blau-Weißen, so das Fazit am Ende der 90 Minuten.

Selbst hatte sich der KSC das Leben schwer gemacht. Ballverluste, Unsicherheiten, mangelnde Durchschlagskraft nach vorne, insgesamt zu langsam, Stellungs- und Leichtsinnsfehler in der Defensive brachten den KSC immer wieder in Bedrängnis. Das bringt es auf den Punkt, was die 4.000 mitgereisten Karlsruher Zuschauer in der ersten Halbzeit von ihrem KSC sehen mussten.

Eigentor zum 1:0

So waren keine drei Minuten gespielt, als das Netz hinter Keeper Dirk Orlishausen, der die Blau-Weißen ein ums andere Mal rettete, wackelte. KSC-Spieler Danny Blum hatte einen Ball von Rathgeb (3.) ins eigene Tor – unhaltbar für Orlishausen – abgefälscht. Der zweite Streich der Stuttgarter folgte in der 29. durch Christoph Hemlein.

KSC-Coach Markus Kauczinski hatte den KSC mit einer Einzelspitze, Karim Benyamina, auflaufen lassen und mit einem 4-2-3-1-System aufgestellt. Hakan Calhanoglu nahm zunächst noch auf der Bank platz, kam erst in der zweiten Hälfte, Koen van der Biezen saß auf der Tribüne, da er noch zu wenig Trainingseinheiten absolviert hatte.

KSC-Coach Kauczinski zeigte sich nach Abpfiff „tief enttäuscht“. Phasenweise habe sein Team gute Chancen gehabt, aber habe auch ein „zerfahrenes Spiel“ abgeliefert. Derzeit spiele Unvermögen und Pech eine große Rolle im Spiel der Badener, so ihr Coach.

Ziel Wiederaufstieg?

Härter gingen die VfB-Fans mit dem KSC um. Nach dem 2:0 für den VfB sangen sie : “Und ihr wollt Dritte Liga sein?” Nein, von wollen kann keine Rede sein, in der Dritten möchte man nicht sein – Ziel sofortiger Wiederaufstieg. Aber von der gezeigten Leistung, war man ein riesengroßes Stück entfernt von diesem Ziel.

Die KSC-Fans dagegen schienen in Schockstarre gefallen, ob des Anblicks, den ihre Kicker auf dem Platz boten und gaben nahezu keinen Support mehr in Halbzeit zwei ab.

In diese schien der KSC besser hineinzufinden. Lange hielt dies aber nicht an. Schnell verlor der KSC wieder den Faden und allzu oft den Ball. Nur wenige Aktionen gelangen, die Durchschlagskraft nach vorne fehlte noch, hinten stand man etwas sicherer als zuvor.

So endete die Partie mit dem 2:0-Sieg des VfB II. „Wir haben nicht aufgepasst, individuelle Fehler gemacht“, so Martin Stoll. „Schlechter kann es nicht kommen.“

Deutlicher sagte es Karim Benyamina: „“Zur Zeit läuft es bei uns nicht. Wir dürfen uns nicht unterkriegen lassen und uns wieder rausholen aus der Scheiße.“

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