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Kontrollausschuß und Schiedsrichterkommission prüfen

30. Juli 2010 | 16:29 Uhr

Frankfurt (DFB). Das Präsidium des Deutschen Fußball-Bundes hat auf seiner turnusmäßigen Sitzung einstimmig beschlossen, den im Auftrag von Manfred Amerell an alle Mitglieder des Präsidiums verschickten Schriftsatz und die darin zum Ausdruck gebrachten Schadensersatzforderungen nicht anzuerkennen. Das Gremium ist sich einig, dass die vom Anwalt des ehemaligen Schiedsrichterausschuss-Mitglieds formulierten Ansprüche inhaltlich in keiner Weise nachvollziehbar sind.
In der Auseinandersetzung zwischen Manfred Amerell und Michael Kempter hat das Präsidium entschieden, die neuen Vorwürfe zum Anlaß zu nehmen, den gesamten Sachverhalt noch einmal durch den Kontrollausschuss und die Schiedsrichterkommission intensiv prüfen zu lassen. Betreut und begleitet wird diese Untersuchung durch den DFB-Vizepräsidenten und Juristen Dr. Hans-Dieter Drewitz. Am Ende der sachlichen und umfassenden Bestandsaufnahme werden die Ergebnisse dem Präsidium vorgelegt. Auf dieser Grundlage werden die Präsidiums-Mitglieder dann eine abschließende Entscheidung treffen, ob oder in welcher Form Michael Kempter als Schiedsrichter in Zukunft eingesetzt werden kann.
Bis zur Klärung des Sachverhaltes wird Michael Kempter nach Absprache zwischen Herbert Fandel, dem Leiter der Schiedsrichterkommission, und Lutz-Michael Fröhlich, Abteilungsleiter Schiedsrichter des DFB, nicht mehr angesetzt. Durch diese Maßnahme soll gewährleistet werden, dass der Fall mit der nötigen Ruhe möglichst schnell aufgearbeitet werden kann.

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