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Martin Samarco Spieler des Monats Januar

6. Februar 2012 | 9:40 Uhr

Karlsruhe (bb). War es für die BG dank des überzeugenden Heimsiegs gegen die Saar-Pfalz Braves
ein schönes Wochenende, wurde es für die Nummer 7 der BG noch durch eine
Auszeichnung gekrönt. Nach einer schön formulierten Eingangserklärung konnte
man auf der Webseite der „Jungen Liga“ lesen: „Diese Entwicklung, kulminierend in
einem starken Januar, macht Martin Samarco für die „Junge Liga“ zum Spieler des
Monats in der ProA – Herzlichen Glückwunsch!“

Samarco bestätigte diese Auszeichnung am Samstag mit einer starken Reaktion auf
dem Parkett: 31 Punkte, bei vier von vier Dreiern, fünf Rebounds, ein Assist und ein
Steal gegen die Braves waren starke Werte für die Statistik. Darüber hinaus
wiederlegte er einige seiner Kritiker mit sehr schönen Pässen. Statt selber den
Schuss zu nehmen, war er z.B. bereit den Ball an der Linie noch einmal auf die
andere Seite zu Michael Stockton zu schicken, der dann erfolgreich von Außen traf.
Ein Journalist, der die BG seit Jahren begleitet, zeigte sich noch in der
Pressekonferenz nach dem Spiel erstaunt, dass die BG diese Mal keine
Schwächeperiode hatte, wo man sehr oft bei Ligaauftritten nach der Halbzeit
geschwächelt und das dritte Viertel abgegeben hatte. Bei Durchsicht der
Viertelscoutings konnte man zu dem Schluss kommen, dass Samarcos Wurfauswahl
und sein zweistelliges Scoring in diesem Spielabschnitt ein Beitrag waren.
Man durfte seine Leistung vielleicht auch als Antwort auf das rabenschwarze Ende
des Januars mit der Auswärtsniederlage in Nürnberg verstehen. Dort hatte der 1,90-
Mann noch eine für ihn ungewöhnliche Effektivität von -4 bei sechs Punkten und
einem Rebound. Er fand sich einige Zeit auf der Bank wieder und produzierte bei
seiner Einwechslung gleich zwei seiner insgesamt vier Ballverluste. Lektion gelernt:
Gegen die Braves musste er lediglich einen Turnover hinnehmen.

Die aktuellen Ligastatistiken weisen ihn als besten Scorer der Liga mit 21,35 Punkten
pro Spiel aus. Dass sich Martin Samarco über seine Shooterqualitäten definiert ist
bekannt. Dass Torsten Daume diese Fähigkeiten schätzt, zeigen die durchschnittlich
33:49 Minuten, die er dem US-Amerikaner pro Spiel einräumt. Nur fünf Spieler der
Pro-A (darunter Rouven Roessler) durften bisher länger auf dem Parkett stehen.
Angesichts seiner überdurchschnittlich hohen Zahl von Versuchen aus der Distanz
(122) ist eine 43,44%ige Dreierquote geradezu überragend.

Auf der anderen Seite kommen diese Qualitäten natürlich auch immer durch die
entsprechende Unterstützung aus dem Team zum Tragen. Der Artikel der Jungen
Liga verweist absolut zu Recht auf die Kombination mit den Backcourt-Partnern
Jones und Roessler. Aber auch die anderen Kollegen dürfen sich etwas von der
Auszeichnung anheften: Ohne Michael Stocktons Balleroberungen und schöne
Zuspiele oder Howards Rebounds hätte man den Ball vermutlich nicht ganz so oft zu
Versuchen in der Hand. Natürlich ist so eine Auszeichnung auch erst dann wirklich
etwas wert, wenn die ganze Mannschaft von den individuellen Topstatistiken
profitiert.

Wir stellen also fest, dass das Team ohne einen starken Samarco nicht erfolgreich ist
(s. Nürnberg), Martin Samarco aber auch erst richtig aufblüht, wenn er das richtige
Teamgefüge findet. Dementsprechend gratulieren wir Martin ganz herzlich zum
„Spieler des Monats Januar“ und freuen uns mit der gesamten Mannschaft.

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