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Hofgut Maxau soll sich zum ökologischen Lernbauernhof entwickeln
4. November 2011 | 11:55 UhrKarlsruhe (bb). Ende September wurde in der Stadtzeitung die Ausschreibung zur Verpachtung des Hofguts
Maxau veröffentlicht; am 31.10. endete die Bewerbungsfrist. Die GRÜNE Gemeinderatsfraktion
setzt sich nun in einem Brief an den Oberbürgermeister dafür ein, dass bei der
im Laufe des nächsten Jahres anstehenden Neuverpachtung des städtischen Hofguts die
von der interdisziplinären Arbeitsgruppe zum Landschaftspark Rhein entwickelten Ideen und
Vorstellungen umfassend berücksichtigt werden.
„Die Pachtvergabe darf nicht in erster Linie unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten erfolgen“,
so Fraktionssprecherin Bettina Lisbach. „Uns ist vor allem wichtig, dass sich das zukünftige
Nutzungskonzept gut in den Landschaftspark Rhein integriert. Hierzu gehört neben einer
Umstellung auf biologische Landwirtschaft ein für die Kulturlandschaft der Rheinauen typischer
Anteil von extensiven Grünlandflächen. Außerdem müssen mit einer durchdachten
Besucherlenkung Konflikte zwischen Naherholung und Naturschutz im FFH- und Vogelschutzgebiet
minimiert werden.“
Wichtig ist den GRÜNEN außerdem, dass sich das einzige noch im städtischen Besitz befindliche
Hofgut zu einem Lernbauernhof weiter entwickelt. Deshalb muss ein Teil der Ackerflächen
darauf ausgelegt sein, verschiedene, teilweise historische Anbaumethoden zu präsentieren.
Kindern und Jugendlichen soll gezeigt werden, wie gesunde Lebensmittel produziert
und Tiere artgerecht gehalten werden können. „Für einen attraktiven Lernbauernhof ist
ein pädagogisches Konzept notwendig, und natürlich muss auch das für die Betreuung von
Kindern, Jugendlichen und Schulklassen erforderliche Personal zur Verfügung stehen“, erläutert
Anne Segor, schulpolitische Sprecherin der GRÜNEN Fraktion.
Ergänzend zu dem bereits im Bau befindlichen Mehrgenerationenspielplatz im Landschaftspark
Rhein setzen die GRÜNEN auf weitere attraktive Angebote für Naherholungssuchende.
„Eine regionale Gastronomie mit familienfreundlichen Preisen und dazu ein Hofladen für die
Direktvermarktung sollten das Angebot im Bereich Maxau komplettieren“, so die beiden
Stadträtinnen. Damit ließe sich das städtische Hofgut zu einem regional bedeutsamen und
für die Karlsruher Bevölkerung attraktiven Vorzeigebetrieb entwickeln.
Die GRÜNEN wissen, dass Naherholung, Landwirtschaftspädagogik und Landschaftspflege
nicht zum Nulltarif zu haben sind. Deshalb ist es ihnen wichtig, dass bei der Vergabe nicht
allein wirtschaftliche Aspekte im Vordergrund stehen.
Wegen der besonderen kommunalpolitischen Bedeutung des Vorhabens appellieren sie an
den Oberbürgermeister, den Gemeinderat in den Entscheidungsprozess für die Pachtvergabe
eng einzubinden.
Abgelegt unter: Die GRÜNEN · Hofgut Maxau · ökologischer Lernbauernhof
