Karlsruher SC droht die Zerreißprobe
4. September 2010 | 16:29 Uhr
Karlsruhe (mia). Man möchte meinen, dass beim Karlsruher SC erst einmal Ruhe eingekehrt ist, nachdem der Fußballzweitligist am Sonntag im Heimspiel gegen Alemannia Aachen mit einem 3:0 als Sieger vom Platz ging.
Aber weit gefehlt. Innerhalb des Vereins gibt es größere Probleme, als bisher bekannt. Zwar gab es immer wieder Querelen intern wie extern, sei es wegen zu schlechter“ Presseberichte oder Aussagen, die besser nicht öffentlich hätten getroffen werden sollen.
Nun aber scheint das Präsidium des Vereins entzweit und auch einige KSC-Fans entfernen sich von ihrem Vereinspräsidenten. Beide Risse scheinen nur noch schwer zu kitten.
Denn zum Einen liegt dem Verein ein Antrag auf Abwahl des KSC-Präsidenten vor, über den bei der Jahreshauptversammlung am 20. September abgestimmt wird. Zum Anderen brachten von Metzger schriftlich getätigte Aussagen das Fass für KSC-Vizepräsident Rolf Hauer nun zum Überlaufen.
KSC-Präsident Paul Metzger hatte nach dem geplatzten Transfer des rumänischen Stürmers Andrei Cristea einen Brief an Dinamo Bukarest geschrieben, in dem er als Grund für das Scheitern übernommene Altlasten nannte.
Nachdem sich Ex-KSC-Präsident Hubert H. Raase über diese indirekten Vorwürfe gegen ihn wehrte und ankündigte, rechtlich gegen solche Behauptungen vorzugehen, schrieb Metzger auch ihm einen Brief, in dem er mitteilte, dass Hauer über den Inhalt des Briefes informiert und dieser mit ihm abgestimmt sei.
Dies sei definitiv nicht der Fall, so Hauer im Gespräch mit Boulevard Baden. Er habe nichts von den Schreiben gewusst und verwahre sich dagegen, informiert gewesen zu sein. Zur Not müsse er auch rechtlich gegen derlei Behauptungen vorgehen“. Das Ganze sei für ihn ein unglaublicher Vorgang“, so Hauer, insbesondere auch, dass die Presse davon unterrichtet wurde.
Metzger steht vor einer Zerreißprobe“ im Verein, die ihn sehr belastet“, zumal sie öffentlich ausgetragen wird. Jeden Tag erhalte er unzählige Anrufe, wenn wieder eine Neuigkeit auf den Markt getragen wurde.
Ob es zu einer Abwahl kommt, oder das Präsidium oder der Präsident schon vorher Konsequenzen aus der offensichtlichen Zerrissenheit zieht, ist nicht klar.













