Kettenreaktion unglücklicher Umstände mit harmlosem Ausgang
11. November 2011 | 13:21 UhrKarlsruhe (pol). Eine geschmolzene Kennzeichenhalterung an einem geparkten Pkw bildete das im Vergleich noch harmlose Ende einer Reihe unglücklicher Umstände, die sich in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Malsch zugetragen haben.
Ein junger Mann nahm am Donnerstagabend einen eingeschalteten Fön mit ins Bett, um sich ein gemütliches Bettlager zu richten. Dabei schlief der Jugendliche aber unglücklicherweise ein. Er wachte auf, als die Matratze gegen 3.30 Uhr zu kokeln anfing. Um Schlimmeres zu verhindern, warf der 17-Jährige mit seiner zur Hilfe gerufenen Schwester die glimmende Matratze geistesgegenwärtig aus dem Fenster und löschte sie mit Wasser ab. Die beiden beschlossen nun – aus Furcht vor Repressalien der Mutter – die Matratze vorläufig zu „entsorgen“ und schleppten diese zu einer nahe gelegenen Bushaltestelle.
Als das Geschwisterpaar wieder zu Hause war, entzündete sich die wohl nicht vollständig gelöschte Matratze erneut und „entsorgte“ sich somit von selbst. Dummerweise griffen die Flammen in der Folge auf das Holzhäuschen der Haltestelle über, welches vollständig abbrannte. Durch die Hitzeentwicklung schmolz dann die besagte Kennzeichenhalterung an einem hinter der Haltestelle geparkten Pkw, an dem sonst glücklicherweise keine weiteren Schäden zu verzeichnen waren. Der Brand, der trotz der unglücklichen Kettenreaktion vergleichsweise harmlos endete, konnte durch die Freiwillige Feuerwehr Malsch gelöscht werden. Insgesamt entstand nach ersten Schätzungen der Polizei ein Sachschaden von rund 5.000 Euro.
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