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Menschenrechtsexperte Pascal Kober (MdB) zu Gast beim FDP-Kreisverband

14. März 2011 | 10:23 Uhr

Karlsruhe (bb). Mit einem Diskussionsabend unter dem Titel „Muslimische Welt in Aufruhr“ widmete sich der FDP-Kreisverband Karlsruhe-Stadt einem weltweit brisanten Thema, zu dem Karlsruhes ehemaliger Bürgermeister Ullrich Eidenmüller eigens den Bundestagsabgeordneten und Theologen Pascal Kober (MdB) in die Fächerstadt eingeladen hatte.

Zahlreiche Zuhörerinnen und Zuhörer der verschiedensten Nationalitäten nutzten die Gelegenheit, mit Pascal Kober aus dem Wahlkreis Reutlingen, Ullrich Eidenmüller und den beiden Karlsruher FDP-Landtagskandidaten Thomas H. Hock, Wahlkreis Karlsruhe-Ost, und Dr. Ulrike Heiden, Wahlkreis Karlsruhe-West, in der „Schraube“ in einen Dialog zu treten.

Kurz vor der Landtagswahl am 27. März erläuterte Pascal Kober, der sich im Bundestag-Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe unter anderem für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Menschenrechte sowie für die Menschenrechte von Frauen und Kindern stark macht, Entwicklungsmöglichkeiten für die Arabische Revolution in Ländern wie Tunesien und Ägypten.

„Eine der Herausforderungen für die dortige Region ist, eine gute Regierungsführung mit Verbindlichkeit von Polizei und Verwaltung zu bekommen“, sagte der Menschenrechtsexperte. Freie Presse und eine wirtschaftliche Zukunft für die junge Generation seien weitere Notwendigkeiten, um dauerhaft von einem korrupten Regime wegzukommen. „Um den Menschen dort eine Perspektive zu eröffnen, werden Investitionen wie in die Bildungssysteme benötigt“, brachte Pascal Kober zum Ausdruck.

Mit Blick auf eine Verbesserung der Rechte für die dortigen Menschen kam es unter der Moderation von Ullrich Eidenmüller zu einer angeregten Diskussion um die Definition von Religion und Rechtstaatlichkeit. „Das Grundgesetz hält die Werte fest“, sagte Ullrich Eidenmüller, was Pascal Kober mit dem Verweis auf Religion als Werteorientierung kommentierte.

„Die derzeitige soziale Revolution in Tunesien ist auch eine Chance auf weltweiten Handel mit dem Land“, resümierte Kober.

Zum Ende der Veranstaltung würdigte Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des FDP Kreisverbands Karlsruhe-Stadt Heinz Golombeck (MdB) den Besuch seines schwäbischen Kollegen mit dankenden Worten und einem Präsent.

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