Weihnachts- und Neujahrsgruß von Landrat Christoph Schnaudigel
9. Dezember 2010 | 9:38 UhrRegion Karlsruhe (bb). Landrat Christoph Schnaudigel mit seinem Weihnachts- und Neujahrsgruß:
“Liebe Einwohnerinnen und Einwohner des Landkreises Karlsruhe,
die Adventszeit und der Jahreswechsel sind gute Gelegenheiten, um Vergangenes zu reflektieren und einen Ausblick in die Zukunft zu wagen. Diese stellt sich gar nicht so schlecht dar, nachdem die Wirtschaftskrise überwunden und die Konjunktur wieder in Fahrt gekommen ist. Für die öffentlichen Haushalte ist trotzdem Sparen und Konsolidieren angesagt, da die gute Lage dort systembedingt erst mit Zeitverzögerung ankommt.
Ungeachtet dessen hat der Landkreis Karlsruhe auch im vergangenen Jahr Akzente gesetzt. Unser Hauptaugenmerk gilt daher der Bildung und Betreuung von Kindern und Jugendlichen ohne diejenigen zu vernachlässigen, die besondere Hilfe benötigen: Alleinerziehende, Menschen mit Behinderungen oder seelischen Erkrankungen sowie Alte und Pflegebedürftige. Mit neuen Ideen, wie unseren Frühen Hilfen, den neuen Pflegestützpunkten oder unserem Antrag zur Betreuung von Langzeitarbeitslosen gehen wir neue
Wege.
Um im Wettstreit der Regionen erfolgreich zu sein gehört aber auch eine gute Gesundheitsversorgung in den Kreiskliniken, leistungsfähige Straßen- und Schienennetze und nachhaltiger Natur- und Umweltschutz, um nur einige Beispiele zu nennen. Daran arbeiten wir und können auch auf unsere 32 Städte und Gemeinden bauen, die sich sehr aktiv um die Schaffung attraktiver Arbeits- und Lebensbedingungen vor Ort kümmern.
Die Wirtschaftskrise hat wieder einmal gezeigt, dass sich zivilisierte Gesellschaften nicht allein an Marktgesetzen orientieren können. Wir brauchen vielmehr Ziele und Werte abseits von Kommerz und Konsum und wir müssen uns wieder auf unsere bürgerschaftliche Wurzeln zurückbesinnen. Dazu gehört auch, die Menschen noch mehr als bisher in die politische Entscheidungsfindung mit einzubeziehen. Im Umkehrschluss müssen sich die Bürgerinnen und Bürger aber auch aktiv einbringen. Möglichkeiten gibt es viele: in den
Parteien und Wählervereinigungen, den kommunalen Gremien und Initiativen, in Kirchen, Vereinen und vielen weiteren Institutionen und Organisationen.
Allen, die sich dort ehrenamtlich engagieren, danke ich sehr herzlich. Ich danke der Liga der freien Wohlfahrtsverbände, die sich mit uns um das Wohl Bedürftiger einsetzen sowie den Freiwilligen Feuerwehren und den Hilfs- und Rettungsdiensten, auf die wir Tag und Nacht zählen können. Aber auch all denjenigen, die einen unschätzbaren Beitrag weitab von öffentlicher Aufmerksamkeit und Rampenlicht leisten und z.B. einen Angehörigen pflegen, gilt mein ausdrücklicher Dank.
Ich wünsche Ihnen allen eine friedvolle und besinnliche Weihnachtszeit, frohe Festtage und ein glückliches, gesundes und erfolgreiches Jahr 2011.”
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