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Erst Konzept dann Umzug

20. Juni 2012 | 12:55 Uhr
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Die Schüler, die im Schülerhort Weiherhof betreut werden, sollen in die Schlossschule umziehen.

Durlach (mia). Drei Themen bescherten dem Durlacher Ortschaftsrat in seiner aktuellen Sitzung volle Zuschauerplätze. Besonders interessierten sich die Anwesenden für den vorhabenbezogenen Bebauungsplan, die Pfinzstraße 104 betreffend sowie den aktuellen Stand der Planungen zum geplanten Umzug des Schülerhorts vom Weiherhof in die Schlossschule, um für eine Kindertagesstätte Platz zu schaffen.

Auf dem freien Grundstück des ehemaligen Markgrafenbades ist eine Wohnbebauung geplant, zu der es zahlreiche Einwendungen und Anregungen aus der Bevölkerung gegeben hatte. Der Ortschaftsrat stimmte mit 14 Ja-, drei Gegen-Stimmen und einer Enthaltung dafür, dem Gemeinderat die Empfehlung zu geben, die Anregungen zum Bebauungsplanentwurf nur dann zu berücksichtigen, sofern diesen auch entsprochen werden kann.

Die SPD-Ortschaftsratsfraktion lehnte den Antrag ab, “obwohl man es grundsätzlich begrüße”, so Hans Pfalzgraf, fühle man sich gezwungen zu widersprechen, da in den Stellungnahmen zu den Einwendungen der Bürger “Satz für Satz und Wort für Wort” zu widerlegen versucht worden sei. Dies könne man nicht hinnehmen. Knackpunkt und Grund zur Debatte war vor allem die geplante Tiefgaragenzufahrt über die Pforzheimer Straße.

Die Grünen sprachen sich für den Antrag aus, ebenso wie CDU und FDP, die alle die Schaffung neuen Wohnraums begrüßten, wenn auch einige Details der Planung nicht ihren Gefallen fanden.

Große Aufregung und Sorgen bereitete den Eltern der im Schülerhort Weiherhof betreuten Kinder die Planung der Stadt, den Hort zunächst in ein Provisorium in die Schlossschule umzuziehen, um Platz für eine Kindertagesstätte zu schaffen. Die Eltern kritisierten das Gesamtkonzept, das “gravierende Nachteile für die Hortkinder” mit sich bringe, da er auch so schnell wie möglich stattfinden solle.

Diese Bedenken zerstreute der Ortschaftsrat, der dem Konzept zustimmen sollte. Dieser sprach sich nämlich dafür aus, zunächst ein Konzept gemeinsam mit dem Stadtjugendausschuss unter Einbeziehung der Eltern zu erstellen, das pädagogisch auf die Kinder abgestimmt sei. Zudem werde nun ein optimales räumliches Konzept ausgearbeitet, bevor man von einem Umzug sprechen könne.

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