Stadträtinnen und Stadträte stimmen Grundstücksverkäufen zu
15. Oktober 2010 | 13:52 UhrKarlsruhe (bb). Verkäufe dreier städtischer Grundstücke bzw. von Teilflächen dieser Grundstücke standen auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Wirtschaftsförderungsausschusses, der am Mittwochabend, 13. Oktober, in nicht öffentlicher Sitzung unter Leitung von Erster Bürgermeisterin Margret Mergen zusammen kam.
Einstimmig sprachen sich die Stadträtinnen und Stadträte für den Verkauf einer rund
7 000 Quadratmeter großen Teilfläche im Kurzheckweg aus. Diese Fläche wird einem Garten- und Landschaftsbauunternehmen eine ideale Erweiterungsmöglichkeit bieten. Ohne Gegenstimme oder Enthaltung votierte der Ausschuss auch für den Verkauf einer rund 3 200 Quadratmeter großen Teilfläche eines städtischen Grundstücks in der Schenkenburgstraße. Hier möchte sich ein 1997 als Start-up aus der Technologiefa¬brik gegründetes Unternehmen erweitern, das sich in der Wachstumsphase befindet. Einhellig stimmte das gemeinderätliche Gremium schließlich dem Verkauf eines rund 2 000 Quadratmeter großen Grundstücks an der Rüppurrer Straße zu. Zwischen Tivoli und Bahngleisen ist ein Bauvorhaben geplant, das – nach Zukauf einer weiteren, nicht städtischen Teilfläche – Lebensmittelmarkt, Büroflächen und Studentenwohnungen in sich vereinen will.
Nach welchen Kriterien die Wirtschaftsförderung über den Verkauf städtischer Grund-stücke entscheidet, hatte zuvor Erich Geißler, stellvertretender Leiter der Wirtschafts-förderung erläutert. Am wichtigsten sind demnach der Außenbeitrag des Unternehmens für den Standort Karlsruhe, die Bedeutung des Unternehmens für den lokalen Arbeitsmarkt, sein Flächenverbrauch und seine Steuerkraft. Außerdem fließen in die Bewertung ein die Innovationsfähigkeit des Unternehmens, seine Wachstumsperspektive und seine Finanzkraft. Und natürlich werden auch die Interessen der Stadtverwaltung berücksichtigt: Stärkung des Oberzentrums, Verbesserung der Wirtschaftsstruktur, Umweltschutz und ökologisches Innovationspotenzial sowie die Frage nach Gestaltung und Infrastrukturkosten.
Gut abgeschnitten bei der Bewertung durch die Wirtschaftsförderung hat vor einiger Zeit auch die Unternehmensgruppe Vollack, die vergangenes Jahr im Gewerbegebiet Breit an der Autobahn A 5 bei Durlach ihren neuen Stammsitz mit Forum 1 und Werk 1 gebaut und zu diesem Zweck ein städtisches Grundstück erworben hat. In dem klaren, eleganten Bau, der durch Geothermie und Fotovoltaik mit Energie versorgt wird, tagte dieses Mal der Wirtschaftsförderungsausschuss und bekam zu Beginn seiner Sitzung von Geschäftsführer Thorsten von Killisch-Horn einen Einblick in Struktur und Unter-nehmenskultur der europaweit tätigen Consult- und Bau-Dienstleistungsgesellschaft, die mit ihren rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern – darunter 150 Architekten und Ingenieure – die Planung und Realisierung von gewerblichen und industriellen Projekten verantwortet.
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