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Verurteilter Sex-Täter wollte offenbar noch nicht entlassen werden

31. Juli 2010 | 13:00 Uhr

Hamburg (ddp-bwb). Der momentan in Hamburg lebende und aus der Haft entlassene Sexualstraftäter wollte offenbar nicht ohne vorherige Resozialisierung aus dem Gefängis. Dies geht aus der Aufenthaltsakte des 53-Jährigen hervor, wie das „Hamburger Abendblatt“ (Samstagausgabe) berichtet. Danach habe der Mann nachdrücklich darum gebeten, länger in Haft bleiben zu dürfen, um auf seine Entlassung in die Freiheit vorbereitet zu werden. Bislang sei unbekannt, warum seinem Wunsch nicht entsprochen wurde.

Am Donnerstagabend hatten im Süden Hamburgs Anwohner gegen den 53-Jährigen demonstriert. Stunden zuvor soll der wegen mehrfacher Vergewaltigung und Körperverletzung verurteilte Mann einen Fotografen angegriffen haben. Nach dem Vorfall wurde der Mann noch am Donnerstagabend woanders untergebracht. Nach Polizeiangaben war es bereits das zweite Mal, dass er binnen weniger Tage innerhalb der Hansestadt seinen Wohnort wechseln musste.

Der verurteilte Sexualstraftäter aus Baden-Württemberg war Mitte Juli nach fast 30 Jahren Haft und anschließender Sicherungsverwahrung aufgrund einer Entscheidung des Oberlandesgerichts Karlsruhe freigelassen worden. Auf eigenen Wunsch kam er erst nach Bad Pyrmont in Niedersachsen, zog dann aber nach Hamburg.

ddp/akl/kos

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